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Weihnachten im Harz – Teil II

Weihnachten im Harz

Ich hoffe ihr seid alle gut in das neue Jahr gerutscht! <3 Ich habe Silvester recht ruhig verbracht. Der Herr S. und ich haben uns was gekocht und um 12h die eine oder andere Wunderkerze gezündet. Das war’s. War schön. Und gut. Und ihr? Was habt ihr gemacht?

Silvester 2014

Aber mein eigentliches Anliegen, der Grund dieses Postings ist nicht Silvester, sondern der versprochene und nicht ganz so weihnachtslastige II. Teil aus dem Harz. (Zum äußert weihnachtslastigen Teil I. geht es hier entlang.)

Iberger_Tropfsteinhöhle

Nach Heiligabend, am ersten Feiertag, haben wir uns dann nämlich mal rausgewagt. Trotz Regen möchte ich anmerken. Und zwar und deswegen in die nahegelegene Iberger Tropfsteinhöhle. Der Clou an dieser Tropfsteinhöhle ist, dass sie nicht einfach nur eine Tropfsteinhöhle ist, sondern als Vorbau ein integriertes Museum zu bieten hat. Dort geht es allerdings weniger um die Iberger Höhle, als vielmehr um die nahe gelegene Lichtensteinhöhle. Denn jene hat in Sachen Höhlen-Romantik bzw. -Grusel viel mehr zu bieten: Sie wurde in der späten Bronzezeit (also ca. 1 Jahrtausend v. Chr.) als Bestattungshöhle genutzt. Ja. Und nun. 3000 Jahre später konnten von diesen Bestatteten etwa 65 bis 70 Menschen ausgemacht werden: Deren DNA sich rekonstruieren lies. Damit stellt dieser Fund den weltweit größten DNA-Pool der Bronzezeit dar.

Aber nicht nur das. Das ist noch längst nicht alles: Ausgehend von diesem DNA-Pool wurden vor einigen Jahren 270 freiwilligen Personen, die aus der Region rund um die Höhle stammen, eine Speichelprobe entnommen. Und siehe da: Es konnten tatsächlich 11 Personen ausgemacht werden, die mit den Damen und Herren aus der Höhle verwandt sind. Ja: Damit wäre das der älteste nachweisebare Stammbaum der Welt. Und um eben diesen Fund geht es hauptsächlich in dem Museum vor der Iberger Höhle.

Denn die Lichtensteinhöhle ist für Besucher leider geschlossen. Zum Trost allerdings befindet sich in dem Museum ein originalgetreu nachgebildeter Teil der Höhle: In Form eines 13 Meter langen Ganges, welcher zu begehen bzw. eher zu erkriechen ist.

Ohne Sinn, Verstand, nachzudenken oder wenigstens die Hinweisschilder zu lesen, sind wir allesamt schnurstracks in diesen Gang gekrochen. Was das über uns aussagt sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Nur so viel: Es war dunkel. Es hat quasi geglitzert vor Aufregung. Wir waren drin. Umgehend. Und: Alle.

Meine Schwester vorweg. Gefolgt von meiner Mutter, dann kam ich und zum Schluss mein Vater. Zuerst war alles noch recht muckelig. Die ersten Meter waren eigentlich sogar recht abenteuerlos, aber es dauerte nicht lang, bis wir nur noch gebückt gehen konnten. Tja. Und schließlich kriechen mussten. Aber da gab es dann auch kein Zurück mehr. Oder besser gesagt kaum. Denn meine Mutter, die schon seit Tagen mit ihrem Rücken zu kämpfen hatte, zog es dann doch vor das Abenteuer Abenteuer sein zu lassen und zu wenden. Das Ding war jedoch dermaßen eng, dass umdrehen als Option schwierig wurde. Ihr (inklusive meinem Vater und mir) blieb also nur der Rückwärtsgang. Den wir, nach dem erfolgreichen Manöver meiner Mutter, wieder in ein Vorwärts verwandelten.

Irgendwann dann gab es jedoch tatsächlich kein Zurück mehr und selbst mein Vater musste auf allen Vieren das zu Ende krabbeln, was er begonnen hatte. Wir dachten, wir kämen vielleicht zu einer Nachbildung der Gräber – oder dergleichen. Aber nichts davon war der Fall: Als erstes plobte meine Schwester à la Being John Malkovich recht unvermittelt aus dem Höhlendings. Einfach so. Mitten hinein in eine Touristengruppe: Die nicht so recht wusste, was sie tun oder mindestens denken sollten: Angesichts des Menschenwesens, das da grad aus einem etwa lüftungsschachtgroßen Etwas gepurzelt kam. Denn der Gang endete schlicht und ergreifend da wo er begann: Mitten im Museum – nur halt auf der anderen Seite.

Als ich an der Reihe war, den Geburtskanal zu verlassen, bückte schon eine deutliche Menschen-Traube vor dem Schacht und starrte hinein: Sehr gespannt, was da nun Aufregendes kommen mag. Denn: Ich zog meine Tasche wie eine scheppernde Knochenkette hinter mir her. Hatte also vermutlich den urmenschlichsten Auftritt von uns alles. – Rein akustisch gesehen, versteht sich. Natürlich.

Nach dem Museum ging’s weiter zur eigentlichen Höhlenführung. Sie dauerte in etwa eine halbe Stunde, kostete zusammen mit der Ausstellung 8 Euro Eintritt pro Person und war eine Höhlenführung. Nicht mehr – aber auch nicht weniger. Leider war sowohl im Museum, als auch in der Höhle das Fotografieren verboten. Ich hätte euch natürlich gerne Fotos gezeigt. – Und im Nachhinein betrachtet, hätte ich auch zu gerne ein verwackeltes Blair Witch Handy-Video von unser Exkursion durch das Pappmaché-Getunnel. Schade.

Anschließend, nach der Höhle, sind wir weiter nach Salzgitter. Der erste Feiertag war früher ein besseres Früher. Denn mittlerweile bedeutet er vor allem eins: Zwei Friedhofsbesuche und einen Besuch im Pflegeheim.

Sonnenlicht im Harz

Für den zweiten Feiertag haben wir uns vorgenommen den Iberg nicht nur unterirdisch zu erkunden, sondern auch oberirdisch. Also sind wir hochgeklettert. Wobei „klettern“ reichlich übertrieben ist. Der Aufstieg ist weder steil noch allzu hoch. Es gibt eigentlich nicht viel falsch zu machen. Es sei denn natürlich: Man (in dem Fall wir) hat eine Wanderkarte von 1991. Welche noch den alten Eingang zur Tropfsteinhöhle als Startpunkt annimmt. Dann nämlich ergeben alle folgenden Beschreibungen keinen Sinn mehr. Gar keinen. Beginnend mit: „Gehen Sie am Eingang der Höhle links und folgen Sie dem Pfad, bis zu einer Steigung“. Da links ein Abhang war, entschieden wir uns für das andere links. Und dann für die eher waagerecht anmutende Steigung.

Angekommen sind wir trotzdem. Irgendwie. Und in der Nähe des Gipfels gab es außerdem noch einen Aussichtsturm, der für 40 Cent bestiegen werden konnte. Diesmal gibt es auch Fotos:

Iberg_Harz

Wanderung_auf_den-Iberg

Die letzten drei sind nicht vom Iberg, sondern das ist der nahegelegene Hübichenstein.

Wanderung_Iberg_Harz

Gegen drei, am Nachmittag kam dann der Rest der Familie. Zu Kaffee und Kuchen. Und da es alle sehr gut meinten, sahen wir uns nahezu so viele Kuchen, wie Personen gegenüber. Alles sehr weihnachtlich, also. Von meinem Chemiker-Cousin habe ich außerdem noch erfahren, dass er neuerdings sein eigenes Bier im Keller braut. Ich bin begeistert! :) Nach dem Kuchen ging’s dann einigermaßen übergangslos weiter zu einem italienischen Restaurant, das zwar extrem leckere Pizza im Repertoire hatte – jene jedoch erst 2h nach der Bestellung brachte. Was wir angesichts der äußerst knapp bemessenen Kuchenrationen noch eben gerade so überlebt haben. Es war halt vermutlich das einzige und zudem gute offene Restaurant weit und breit. Und. Dort. Waren. ALLE!

An Weihnachten Tag IV, am 27.12. also, ging es dann hoch Richtung Brocken, zum Torfhaus. Dort lang nämlich Schnee. Und zwar so richtig. <3 Am Torfhaus war ich schon als Kind sehr häufig. Bin dort schon Schlitten und sogar Ski gefahren.

Wandern am Brocken

Diesmal haben wir aber weder das eine, noch das andere gemacht, sondern sind den Goetheweg entlang gewandert. Zumindest ein Stück davon. Es war jedoch dermaßen kalt (so um die -5 C) und vor allem eis-windig, dass wir nicht vorhatten den Brocken komplett zu erklimmen. Hätte auch viel zu lange gedauert: Denn wir waren erst gegen 12h am Torfhaus. Für einmal hoch und wieder runter, sollte man jedoch schon 6h einplanen. Mindestens. Und da wäre es dann schon dunkel gewesen.

Der Plan war daher, dass wir 5 km in etwa umhertingeln – und dann wieder fahren. Aus den 5 km wurden 10 km, weil wir uns mal wieder total verlaufen haben. Zwischenzeitlich sind wir, fernab von all den anderen Weihnachtswanderern, sogar einen zugefrorenen Bach hochgeklettert. Dort ist z.B. das Foto ganz oben entstanden – das Titelbild.

Am Brocken im Harz

Neben kleinen Bächen, Schnee und Bergen gibt es am Brocken vor allem eins: Fichten. Jede Menge Fichten. Große. Kleine. Tote und lebendige. Meine Schwester (hauptberuflich Naturschützerin) pflegt zu sagen: „Willst du einen Wald vernichten, pflanze Fichten, nichts als Fichten.“ Denn Fichten wachsen forstwirtschaftlich günstig, schnell und hoch, machen aber die Böden kaputt. Ursprünglich war der Wald rund um den Brocken ein Buchen-Mischwald – was wesentlich gesünder für ihn war.

Am_Brocken_Fichten

Ja. Und hier seht ihr mich nun elendig durchgefroren in meinem totchicen Winter-Wonderland-Wanderbarbie-Outfit.

Wandern-im-harz

Zurück am Auto waren wir so formvollendet durchgefroren, dass wir zu viert versucht haben, Kleingeld für den Parkplatz-Kassenautomaten aus dem extra dafür vorgesehenen Schlitz im Auto zu pfriemeln. Es hatte keiner mehr auch nur einen Hauch von Gefühl in den Fingern. Es war wie in dem Film „The Day after Tomorrow“. – Nur schlimmer.

Für den Abend hatten sich noch mein Onkel und meine Tante angekündigt. Sie mussten, durften, konnten sich auch gleich nochmal eine Ladung Fotos ansehen. Sie. Haben. Sich. Halt. Nicht. Gewehrt. Eher im Gegenteil: Mein Onkel verlangte sogar regelrecht danach. Nach Fotos – und nach Tee. Weil er der unumstößlichen Auffassung war, dass er uns eigentlich nur teetrinkend beim Diasgucken kennt. Alles andere wäre irgendwie fremd. Nicht echt. Sozusagen. Unweihnachtlich – geradezu. Die Fotos hat er bekommen, den Tee nicht. Den hat ihm meine Schwester weggetrunken.

Am nächsten Tag dann, ging’s wieder zurück. Ja. Und trotz Kombi konnte man das Auto durchaus als voll bezeichnen. Es war so voll mit voll, dass ich keinen von der Familie auch nur sehen konnte. Es erinnerte genau genommen sehr stark an die Höhlennachbildung. Die 2 Meter x 2 Meter Leinwand, der Beamer, die 100 Reiseführer und Geschenke mussten halt irgendwo hin – und dort konnten wir dann nunmal eben nicht hin. Physik Grundkurs. Gern geschehen.

Fazit: War schön. Im Harz.

45 Kommentare

  1. Pingback: Weihnachten im Harz - Teil I - Sarah Maria's Blog

  2. Das waren anscheinend gut verbrachte Feiertage – vor allem die Höhlenpartie klingt grandios ;D Was sich die Touristengruppe wohl gedacht hat… Und die Fotos sehen klasse aus – da würde ich auch mal gerne wandern gehen – allerdings lieber im Sommer ;)

    Liebe Grüße,
    Elli

    • Sarah Maria

      Im Sommer ist es da bestimmt auch schön. Da schafft man auch sicher mehr Kilometer. Wenn’s so kalt ist, ist der Wind rund um den Brocken echt nicht zu unterschätzen. Was nicht heißen soll, dass es nicht zu schaffen ist. ;)))

  3. Liebe Sarah Maria,
    schön wars Deinen Reisebericht zu lesen. Man kann ja nicht sagen, dass es nicht spannend bei Euch wäre. Da würde ich ja gerne mal mitwandern ;-).
    Ich mag es, wenn nicht immer alles glatt läuft. Dann hat man wenigstens später etwas zu erzählen. Hab mich auch schon letztens gefragt, warum es im Harz so abgestorben aussieht. Scheint wohl an den Fichten zu liegen… Endlich hab ich ne Erklärung.
    Ich fahre nur noch nach Thüringen. Kann euch ne Ferienwohnung vermitteln ;-).
    Liebe Grüße,
    Nadine

    • Sarah Maria

      Ja, wenn wir nicht müssen, lassen wir’s auch gerne einfach mal auf uns zukommen und planen nicht alles bis ins letzte Detail. ;) Das endet dann meist darin, dass alles doch anders kommt, als gedacht. Aber nun. :D

      In Thüringen war ich von ein paar Jahren auch schonmal wandern: In der Nähe von Erfurt. Es war total schön dort. Vor allem, weil sich wandern und Kultur gut verbinden lässt. Wir sind z.B. auch öfter mal nach Weimar gefahren, haben uns da Museen angeschaut und waren auch im Theater. :) Ich hätte also nix gegen eine Vermittlung einzuwenden. Ganz im Gegenteil. ;)

      • Finde ich gut! Stimmt, das passt natürlich sehr gut in dem kulturellen Weimar :). Ich bin ja in Thüringen groß geworden und besuche dort immer noch meinen Papa, der in Masserberg wohnt. Die haben dort 2 große Ferienwohnungen: http://www.ferienwohnung-beckmann.de.
        Ist super schön dort, gerade zum wandern oder auch im Winter mit Schnee. Also, falls ihr mal Lust habt, fragt gerne mal an. Vielleicht kommen wir dann gleich mit ;-).

        LG, Nadine

  4. Hallo und Frohes Neues!
    Toller Bericht aus dem Harz. Die Bilder mit den abgestorbenen Fichten müssten vom Quitschenberg stammen.
    2006 erläuterte eine Biologin vom Nationalparkhaus Torfhaus unserer Studiengruppe die Situation. Dort wurde bewusst, der durch den „sauren Regen“ und anschließenden Borkenkäferbefall zerstörte Forst nicht beseitigt und es entsteht dort ein Urwald im Sinne von einer Aufeinanderfolge von verschiedenen Vegetationsformen bis zur natürlichen Vegetation.
    Hatte zuletzt in den späten 1980-er Jahren im Bereich Acker-Bruchberg im Süden des Harzes größere abgestorbene Forsten gesehen.
    Am Quitschenberg waren 2006 bereits die ersten Quitschen zu sehen.
    http://www.harzlife.de/special/quitschenberg.html

    Grüße
    Jürgen

    • Sarah Maria

      Danke Jürgen für den Link! <3
      Und: Ja. Stimmt genau. :) Habe grad mal nachgeschaut, wo wir langgelaufen sind: Und es ist der Quitschenberg. :)

      Ist ja spannend, dass der sogar nach dem Urbewuchs, der Eberesche benannt ist. Stelle ich mir sehr hübsch vor, wenn der ganze Hang mit roten Beeren geschmückt ist.... Aber bis dahin wird es wohl noch eine Weile dauern.

  5. Es geht doch nichts über so ein bisschen Schneeromantik. Schön, Deine Bilder. Bei der Schilderung der Höhlenbegehung bzw. dem damit verbundenen Kriechgang überkommt mich so ein leiser Anfall von Klaustrophobie … Deine Eltern müssen sehr tapfer sein.
    Meine Erinnerungen an den Harz sind verbunden mit einem Klassenaufenthalt in einer Jugendherberge wo die Hälfte der Klasse mit einem bösen Magen- und Darmvirus Bekanntschaft machte. War trotzdem schön dort – und ist soooo lange her.
    LG Christiane

    • Sarah Maria

      Oh. Für Klaustrophobiker ist das wirklich nix. Gar nix. ;) Auch wenn 13 Meter jetzt nicht verrückt lang sind, braucht man durch die vielen engen Windungen schon etwa eine Minute, um da durch zu krabbeln. Das reicht ja meist schon aus, um ein Gefühl der Beklemmung loszutreten.

      Und wie fies. ;) Es gibt glaube ich nix Schlimmeres auf einer Klassenfahrt, als eine Horde Teenies mit Magen-Darm. Sowohl für die Teenies – als auch die Lehrer. ;) Aber schön, dass es dir trotzdem gefallen hat. :D

  6. Wieder ein sehr schöner Bericht mit tollen Fotos. Schade, dass es so windig war. Klingt aber trotzdem nach einem großartigen Ausflug.

    • Sarah Maria

      Danke dir. <3
      Und ja, es war trotz Wind echt schön. - Auch wenn es für meinen Geschmack ruhig 1-2 km weniger hätten sein dürfen, denn zum Schluss war ich dermaßen durchgefroren, dass mir schon alles weh tat. :/

  7. Deine Familie im Tunnel, herrlich. Aber tröste dich, bei uns ist es ähnlich. Ich war mal mit meiner Mutter im Elbsandsteingebirge und sie musste wirklich überall hinkraxeln, während mir der Angstschweiß ausbrach. ;-) Klingt auf jeden Fall nach schönen Weihnachtsferien und Sylvester? War bei uns recht ähnlich, himmlisch ruhig und entspannt. :-)
    Liebe Grüße,
    Eva

    • Sarah Maria

      Ah. Da bin ich ja beruhigt, dass es anderswo auch so zugeht: Nicht nachdenken – Hauptsache erstmal vorwärts. Man könnte ja was verpassen. :D

      Allerdings, und da muss ich mich mal für deine Mutter stark machen, könnte das ja beim Elbstandsteingebirge auch durchaus passieren! ;)) Ich habe grad mal die Google-Bildersuche bemüht: Und. Will. Da. Jetzt. Auch. Hin! Am liebsten auf der Stelle. :) Sieht dort ja echt toll aus. :)

  8. Ha, was hab ich gelacht, als ich mir dich und deine Familie im Höhlengang vorgestellt habe – und die glotzenden Menschen auf der anderen Seite. Ein bißchen erinnert es mich an mein Erlebnis in den vietnamesischen Cuchi-Tunneln vor vielen Jahren. Eng, heiß und eine Australierin blieb vor mir unter der Erde stecken.
    Und es gab wieder Fotos? Deine Familie ist wirklich unerschütterlich.
    Sylvester haben wir ähnlich ruhig verlebt – herrlich!
    LG mila

    • Sarah Maria

      Ja. Die sollten da Kameras zur allgemeinen Belustigung installieren. Sieht bestimmt urkomisch aus. :D

      Ich war mal mit einer Freundin in der Nähe von Wiesbaden in einem Museum. Dort gab es einen Abschnitt mit Gängen, Stufen und Steigungen, der komplett im Dunkeln lag. Die Idee dahinter war, dass man mal erfahren sollte, wie es ist blind zu sein und rein gar nichts sehen zu können. Wir sind also los: Es war auch eigentlich gar nicht schwer, aber wir waren dermaßen unsicher unterwegs, dass wir kleinste Steigungen am liebsten auf allen Vieren gegangen wären….. Na ja. Und die haben halt mit einer Nachtsichtkamera gefilmt, so dass man sich das Elend hinterher ansehen konnte….. ;))

  9. Oh man, meine letzte Zeit im Harz ist schon ziemlich lange her … besonders die Bilder vom Hübichenstein sind traumhaft – was für eine Aussicht (Y)

  10. Oh wow. Da hattest du ja wirklich ein paar tolle Aussichtspunkte. Bei manchen wird mir schon beim Betrachten des Fotos schwindlig. *haha* Ich bin mir nicht sicher ob ich einen Aussichtsturm bestiegen hätte. O.O In manchen Situationen bin ich wirklich nicht Schwindelfrei. xD
    ___________

    Jaa… auf die Flitterwochen freuen wir uns schon sehr. :D
    Ich denke mal, dass sich nächsten Dienstag alle riesig freuen werden, weil sie NICHT zugenommen oder vielleicht sogar ein paar hundert Gramm abgenommen haben. xD Weihnachten zu überstehen ist wirklich schwierig, wenn man sich in so einem Abnahmeprozess befindet. ^^

    Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit deiner Kamera und vielleicht darf ich dir ja einen kleinen Rat mit auf den Weg geben: Wenn das Bild zu dunkel ist, ist die ISO die letzte Einstellung an die man rangeht. Vorher erst mal über die Blendenöffnung nachdenken, die Belichtungszeit und ob es nicht vielleicht möglich ist, mehr Licht ins „Dunkel“ zu bringen. ;) Zumindest wurde uns das immer eingebläut und es hat mir sehr geholfen. ^^ Ansonsten kann ich wirklich nur sagen: Leg los, hab Spaß und tob dich aus. :D

    Ganz liebe Grüße
    Shanee

    • Sarah Maria

      Schwindelfrei bin ich auch nicht so richtig – wenn ich ehrlich bin. Aber irgendwie mag ich das Gefühl sogar ein bisschen. Ist wie schweben – finde ich. Nur halt sehr ungewiss. ;)

      Und ich danke dir wirklich für diesen Rat. <3 Denn das war genau das, was ich als erstes gemacht habe: Die ISO-Einstellung geändert. Ich habe diesen, deinen Rat aber auch schon in den letzten Tagen beherzigt - und finde das Ergebnis toll. - Habe aber auch mal wieder festgestellt, wie wenig Ahnung ich eigentlich habe und was ich noch alles lernen will/muss. ;)

  11. Oh, das muss ein wirklich schöne Tour gewesen sein! Allein die Bilder verzaubern einen ja : )
    Früher war ich mit meiner Familie im Winter auch öfters im Harz, aber meistens nur zum Schlittenfahren.

    Liebe Grüße
    Patricia

  12. Ohh, Wunderkerzen hatten wir auch, ich liebe die Teile! :))
    Und die Geschichte im Tunnel hört sich ja mal genial an – ich hätte zu gerne die Gesichter der Touristen gesehen! :D

    • Sarah Maria

      Hahaa. Ja. Die Gesichter haben sich wirklich „gelohnt“. ;)
      Wunderkerzen mag ich auch total. Als Kind waren sie mir immer suspekt: Weil sie nicht gebrannt habe – aber irgendwie doch. Ich wusste nicht so recht, was ich davon zu halten habe. Aber jetzt finde ich sie genau deswegen toll. <3

  13. Das mit der Speichelprobe ist ja sauinteressant! Überlege mal, du weißt, dass deine Vorfahren da mal drin gelebt haben…

    Dir ein tolles Wochenende!
    -Kati

    • Sarah Maria

      Finde ich auch. Das ist irgendwie schon – wichtig. Irgendwie…. In dem Museum gab es auch ein paar Zitate/ Einschätzungen von eben jenen, die als Vorfahren identifiziert wurden. Da gab es sogar einige, die in ihrem Leben dadurch plötzlich eine Art übergeordnete Bedeutung gefunden haben.

      Schon interessant, was die Erkenntnis über die eigenen Wurzeln manchmal ausmachen kann. Denn es ist ja genau genommen so: Dass jeder von uns einen dermaßen alten Stammbaum hat – er ist halt nur nicht bekannt.

  14. Hört sich nach tollen Feiertagen an, also die Höhle hätte ich auch sehr spannend gefunden, vor allem das mit der DNA und das mann dann Verwandtschaften feststellen konnte finde ich sehr interessant. Ich bin ja generell sehr schnell für Geschichte zu begeistern. Eure Krappelpartie hört sich wirklich sehr lustig an, wobei ich hätte glaube ich in so nem engen Schacht dann etwas die Panik bekommen :D.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Dankeschön. Das hört sich aber doch auch gut an, ich finde manchmal muss man auch einfach etwas runterfahren. Das habe ich 2014 aber auch ab und an getan und vor allem freie Zeiten mal dazu genutzt auch mal zur Ruhe zu kommen und mal ein paar Tage nichts zu tun, sondern nur zu lesen, meine Lieblingsserien zu schauen und einfach mal zu entspannen.

    Das wünsche ich dir auch und danke für das liebe Kompliment <3.

    • Sarah Maria

      Das kann ich gut nachvollziehen. :) Geschichts-Begeisterung geht bei mir auch sehr schnell. Ich finde, dass Geschichte gleichermaßen alles schärft: Das Bewusstsein für die Gegenwart, die Möglichkeit Dinge mit (nötigem) Abstand betrachten zu können und die Fähigkeit zur empathischen Fantasie.

  15. Das hast du aber schön geschrieben. Besonders der Teil in der Höhle hat mich zum schmunzeln gebracht. Höhlen finde ich immer gruselig – hast du The Descent gesehen – aber ich würde auch gerne mal so eine Krabbel-Tour machen.
    Alles Liebe, Salo

    • Sarah Maria

      Danke dir. <3
      Und "The Descent" habe ich nicht gesehen. Muss ich mal eben nach googeln. [....] Hahaa. :D Auch wenn ich einen deutlichen Hang zu Dramatik habe: Ganz so schlimm war's dann doch nicht. ;)) Aber es geht in die Richtung. ;)

  16. Köstlich… ich kann es mir richtig vorstellen obwohl ich keinen von euch kenne wie ihr aus der Wand purzelt. Habe ich sehr gelacht und stelle es mir saulustig vor, gegenüber auf einer Bank zu sitzen bei Popcorn und zu schauen wie oft das so passiert am Tach ☺ ja und das Fichten gedicht… das geht mir jetzt nicht mehr ausm Kopp. Hier steht eine im Garten zwischen uns und den Nachbarn… die wird von beiden Seiten immer mal etwas beschnitten immer einen Meter höher und sieht bald aus wie ein Fichte hochstämmchen. ☺ Die ist so schwierig zu fällen macht aber den kompletten Boden drunter kaputt… hach Fichten Fichten nichts als Fichten ☺l.g Alex

    • Sarah Maria

      Ja. So eine Reihe Kinosessel und Popcorn würde da gut hinpassen. :D Für das Museumspersonal hat das sicherlich seine Irritation verloren, aber sowohl für die Kriechenden, als auch für die Beobachter ist es ja Neuland. :D

      Ach. Und die eine einsame Fichte….. Meinst du, sie zerstört echt schon den Boden? Ich denke, dass Pflanzen einzelnd für sich genommen immer irgendwas in Richtung „gut“ sind. Monokulturen jedoch – die sind das Problem. Oder?

  17. Haha,
    ihr in der Höhlennachbildung. Und dann in die Touri-Gruppe fallen. Ich würd mich glaub ich schlapp lachen, wenn ich auf Seiten der Tourigruppe stehen würde ;)

    Den Brocken habe ich auch mal bestiegen. Nach der Maueröffnung. Vom Osten her. Der hat schon was. Faszinierend fand ich damals, dass der auf den DDR-Karten nicht verzeichnet war – nur auf den Militärkarten.

    Aber wer weiß schon, was wir heute alles nicht erfahren oder falsch erfahren. Die Techniken zum Verschweigen sind halt andere.

    Dann war die Weihnachtszeit ja scheinbar bei euch gar nicht so ausgelastet mit neuen Fotos schießen, oder?

  18. Pingback: Wanderung auf den Brocken über den Goetheweg - Sarah Marias Blog

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