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[werbung] Babybauchshooting in Bremen – The final Countdown

Vierzig Wochen. Eine stolze Zahl. Ein stolzer Bauch. Und ein Baby, das nun bereit ist für das Leben hier draußen bei uns. Der Herr S. und ich sitzen nunmehr jeden Abend beisammen: Diskutieren, analysieren und evaluieren jedwede meiner und Babys Befindlichkeiten, um vielleicht doch einen Hinweis dafür zu finden, wann er denn nun kommen mag: Der neue Mensch in unserem Leben. – Aber dem altehrwürdigen Baby ist da leider nix zu entlocken. Weder Omen noch Datum. Also harren wir weiter der Dinge, die als und hoffentlich bald kommen mögen.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als mich Anfang der Woche das Bremer Team von „Das gute Portrait“ zu sich in das Studio einlud, um mich, meinen finalen Babybauch und das darin unschwer zu erahnende Baby rühmlich in Szene zu setzen. Gesagt. Getan: Nach einem kurzen Telefonat habe ich fix einen passenden Termin mit Fotografin Iman vereinbart.

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Babybauchshooting – Ja. Nein. Vielleicht. Doch. Auf jeden Fall!

Denn eigentlich. Ja, eigentlich war es ja so: Ich wollte ein Babybauchshooting schon längst gemacht haben. So round about der 30. Woche. Nämlich am liebsten exakt dann, wenn der Bauch schon schön drall und prall ist, sich jedoch die eher unschönen Begleiterscheinungen einer solchen Kindserschaffung noch in überschaubaren Grenzen halten. Dieser erlesene Zeitpunkt lag nun aber eben genau in den Wochen, in denen ich erst im Krankenhaus und dann zu Hause lag. Ja. Wirklich nur lag. Ich sollte so gut wie gar nicht und so wenig wie möglich aufstehen. So dass ich weder arbeiten, sporteln, freizeiten, noch sonst irgendeinen Termin wahrnehmen oder gar planen konnte.

Danach, nach der großen Liegerei, habe ich zwar öfter mal dem Thema Babybauch-Shooting nachsinniert, aber irgendwie bin ich nie zu einem Startschuss gekommen. Meist dachte ich mir: „Mhmm. Jetzt. So gegen Ende, sieht man dieses Ende halt schon auch recht deutlich.“ 17 Kilo mehr, fiese Wassereinlagerungen, die es mir mittlerweile schwer machen meinen Kaffeebecher zu greifen, und die behäbige Beweglichkeit eines Michelin-Männchens, mögen am strahlenden Aussehen der einen oder anderen glücklichen Frau vielleicht nicht kratzen. – An mir jedoch schon.

Kurzum: sowie angesichts der wenig freudvollen Tatsache, dass jedwede Körperhaar-Rasur eher eine blind Challenge im Fatsuit ist, und ich sowieso eigentlich den lieben langen Tag nur in der alten ausgebeulten Badehose des Herrn S. ein kühlendes Fußbad nehmen möchte, gar nicht mal so leicht, sich noch so hübsch zu finden, um Fotowünsche in Taten umzusetzen. Jedenfalls und um auf den Punkt zu kommen: Habe ich das Thema Babybauchfotos täglich verschoben. Auf bessere Zeiten. Oder so.

Völlig zu Unrecht, wie sich herausstellte! Denn vierzigste Woche hin oder her: Die ganze Atmosphäre im Fotostudio hat es überaus easy gemacht, die eigenen Umstände im Kopf und Körper zu vergessen. Zusammen mit Fotografin Iman bin ich vor dem Shooting Ideen, Wünsche und Setting durchgegangen. Wir haben meine mitgebrachten Klamotten evaluiert, einige Fotoideen angeschaut und dann auch gleich mit den ersten Bildern losgelegt.

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Immer mit dem Bauch vorweg – Posen wie die ganz Großen

Mit Klamotten. Oder eher ohne. Im Stehen. Im Sitzen. Im Liegen. Iman hat mir die verschiedensten Babybauch Fotoposen vorgeschlagen. Vor hellem Hintergrund – und auch vor schwarzem. Mit viel Licht – und eher schummrig im Halbdunkeln. Oder mit Seifenblasen als Babybauch Fotoaccessoire. Insgesamt ist eine Fotostrecke mit rund 15 völlig unterschiedlichen Fotoszenarien entstanden.

Ich war natürlich brennend gespannt auf das Ergebnis. Und: Nur zwei Tage später durfte ich mir aus einer von Iman vorbereiteten und bearbeiteten Auswahl die 10 schönsten Fotos heraussuchen, von denen ich euch hier einige zeige. Andere nicht. – Die sind dann doch eher etwas für uns. Hier zu Hause. Privat. ;)

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Fazit! ….und die Moral von der Geschicht‘

Lasst die vierzigste Woche ganz einfach die vierzigste Woche sein. Dellen hin, kamelartige Wasserspeicher her. Es gibt keinen schlechteren Zeitpunkt für Dinge, auf die ihr Lust habt, als nie! Klingt jetzt vielleicht ein bisschen nach Phrasendrescherei, aber auch nach über 30 Jahren Lebendigkeit, sitzt diese Lebensweisheit noch nicht fest im Stammhirn verankert. Ich jedenfalls bin beschwingt mit den Bildern im Gepäck vom Fotostudio nach Hause stolziert und bin heilfroh, die Chance auf tolle Fotos vom Babybauch doch noch auf den letzten Metern genutzt zu haben.

Und nun?
Nun kann es wirklich kommen. Das Baby. Vielleicht ja heute Nacht? Wer weiß das schon. Drückt uns die Daumen. :)

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Vielen lieben Dank an das Team vom guten Portrait Bremen für die tolle Erinnerung! Ihr habt uns damit ein Riesen-Geschenk gemacht. <3 Und wir kommen auf jeden Fall wieder. Dann aber ohne Bauch. Zu Dritt: Zum Babyshooting.

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Die Architektur des Kreises

Ich lass das mal mit dem Sorry-dass-ich-hier-so-lange-nix-geschrieben-habe-Geeier weg – und komme gleich zum Punkt. Denn: Freunde, ich bin schwanger. So schwanger, dass die Leute in der Straßenbahn ihren Platz räumen – sollten. Was wir – zugegeben – hier in Bremen noch etwas üben müssen. Aber nun. Irgendwas ist ja immer.

Ich bin genau genommen sogar schon inmitten des letzten Drittels. Sprich, Endspurt! Und bereits vor Wochen war ich überzeugt: Schlimmer gehts nimmer. Dass das ultimative Maximum an Dehnbarkeit aus meiner Haut herausgeholt wurde. Dass meine Organe demnächst über Alternativen nachdenken und sich der Magen beispielsweise über die Lunge stülpen wird, während die Nieren wie kleine Engelsflügelchen rückseitig hinaustreten.

Jedoch: Große Überraschung. Das ist nicht passiert. Bisher jedenfalls nicht. Aber was nicht ist, kann schließlich noch werden. Denn laut Terminkalender habe ich noch gut 6 Wochen Zeit dafür. Zeit, in der sich noch allerhand Sonderlichkeiten quer durch das Repertoir der menschlichen Biologie ereignen können.

Das Baby und ich befinden uns nämlich nun eben in der Phase unserer 10-monatigen Symbiose, in der, laut Lehrbuch, der Außenkörper (meiner) wöchentlich rund 500 Gramm und der Innenkörper (seiner) rund 200 Gramm zunehmen soll. – Daran halten wir uns auch beide. Sogar erstaunlich präzise. So, dass das nun fast fertige Baby demnächst die Schallmauer von 2 kg durchbrechen wird. – Und ich. Nun. Reden wir besser nicht drüber.

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Das war in der 21. Schwangerschaftswoche (von üblicherweise 40)

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Und in der 31. Woche. Das Kleid ging mir vor der Schwangerschaft noch bis knapp über das Knie. – Man bemerke auch die um Längen bessere Fotoqualität von meinem alten zu meinem neuen Handy. ;)

Experts by accident

Doch so ein Riesen-Gaudi war das ganze Unterfangen Schwangerschaft bisher nicht immer. Phasenweise (es waren insgesamt 2 längere Phasen) musste ich streng liegen. Eine Tätigkeit, die mir so gar nicht liegt – wie ich feststellen durfte. Denn mal abgesehen von der ersten Woche, in der Serien, Frühstück ans Bett und den lieben langen Tag in Jogginghose noch irgendwie was von den ersten Minuten „Kevin allein zu Haus“ haben, ist der Spaßfaktor dann doch eher begrenzt. Danach wird es nämlich eher wie Flodder. – Und irgendwann wie Stammheim.

Ich lag und lag und lag also. Während der Herr S. – er war immer dabei, an meiner Seite – nebenbei kochte, putzte, wusch. Und arbeitete. Und eine wichtige IT-Prüfung bestand. Und einkaufte. Und mir den Rücken massierte. Oder die Beine. Oder beides. <3

Ja, und nebst Liegerei, als Zugabe sozusagen, gab es noch insgesamt 3 Aufenthalte in der Notaufnahme aufgrund von Blutungen. Um einen stationären Aufenthalt bin ich ebenfalls nicht drum herum gekommen – inklusive einer Fahrt im Krankenwagen von Krankenhaus A nach Krankenhaus B. Immerhin ohne Blaulicht. Aber alles kein Spaß, sag ich euch. Zumal die Sorgen um das kleine Wesen in einem drin, dessen Befindlichkeiten nunmal nicht ebenso zwischendurch abgefragt werden können, sehr schnell, sehr drastisch werden. Um nicht zu sagen Hauptbestandteil aller erdenklichen Gedanken. Umso beruhigender ist es dann, wenn die Ärzte schließlich einen Haken drunter machen und alles in den Grünen Bereich verbuchen. Oder wie es eine Oberärztin so treffend formulierte: „Das Baby zeigt sich von der ganzen Sache völlig unbeeindruckt.“

Fazit: Wir kennen bereits jetzt, prägeburtlich sozusagen, die Kreißsäle in zwei Bremer Krankenhäusern recht gut. Denn: Etwa ab der 24. Woche fackeln die in der Notaufnahme nicht lang – und schicken einen gleich hinauf. Vorsorglich. Erst Recht, wenn, wie bei mir, Blut fließt. Und so sind wir zu den allerersten aller #aprilbaby2018 Eltern geworden, die stets eine fertig gepackte Kliniktasche im Flur stehen haben. Nur für alle Fälle. Inklusive Ersatzladekabel selbstverständlich! (<– Protipp von mir an euch).

 

Das alles – und noch viel mehr!

Aber so eine Schwangerschaft besteht ja höchstglücklicherweise nicht nur aus einer Aneinanderreihung von Arztterminen: Am 28. Oktober spürte ich das erste Kitzeln von der Sorte, die ganz anders war, als jede innseitige Befindlichkeit zuvor. Ein Kitzeln wie Ahoi-Brause, die sich innerlich auflöst. Auf den ersten Blick vielleicht nicht das erhellenste Gefühl. Wenn einem eben nicht bewusst wäre, dass solche Gefühlchen die ersten spürbaren Regungen des neuen Menschens innen drin sind.

Mittlerweile sind diese kleinen Kitzeleien handfesten Tritte. Am liebsten zur Musik. Oder als Protest gegen die eine oder andere Sitzposition meinerseits. Oder gegen die Hand auf den Bauch. Als ultimatives Signal „Ich bin da! – Und ich weiß, dass ihr es auch seid!“. Mal gut gelaunt. Mal eher nicht so. Mal schläfrig. Mal hellwach. Und Mal mit Schluckauf. Mal mit so viel Wums, dass mir nichts anderes übrige bleibt, als verwundert festzustellen, dass es sich doch noch nicht augenblicklich selbst rauskatapultiert hat. In die Welt. Um sein ganz eigenes Business aufzubauen. Dann: Mal wieder so zaghaft, so unkoordiniert und hilflos, dass ich es in Watte wickeln möchte. Inklusive dem ultimativen Versprechen, dass es niemals raus muss. Dort ewig bleiben kann. Ist ja schließlich auch insgesamt viel zu fragwürdig hier draußen. Viel zu ruppig.

Und jeden Tag wächst die Neugier. Darauf: was nun kommt. Wie unser Leben zu Dritt sein wird. Wie es ihm hier bei uns gefällt. Und wie dieser neue Mensch so ist. Was er will. Wie er die Welt (er)findet.

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Wanderung auf den Brocken über den Goetheweg

Die Erwanderung des Brockens ist bei mir so eine Sache. Denn, ach, seit ich denken kann, will ich da mal hoch. Den allehrwürdigen Goetheweg hinauf, oder sonstwie. Irgendwie nach oben, jedenfalls. – Doch bisher kam es nie dazu. Einmal, ich war etwa 12, wollten wir es. So sehr, dass wir, Mama, Opa, Schwester und ich, die vereeiste Strecke auf allen Vieren durch den Harz gekrochen sind – bis wir schließlich aufgaben. Es folgten weitere, ähnlich wetterlastige, gescheiterte Versuche. Zuletzt vor 2 Jahren zu Weihnachten, als uns gefühlte -20°C jedwedes Gefühl aus sämtlichen Zellen des Bauchnabels pusteten – von Fingern und Zehen ganz zu schweigen. Jedenfalls: Ich und der Brocken. Es hat bisher nicht sollen sein. Bis neulich.

Gut neulich ist relativ. Genau genommen ist es schon ein kleines Weilchen her, dieses Neulich. Es war im Februar. Aber nun. Die letzten Wochen war viel los bei mir. Daher gibt es sie erst jetzt, im Frühling: Die Winterurlaubsbilder:

Brockenwanderung auf dem Goetheweg – die Eckdaten:

Start: Torfhaus – Goetheweg
Höhe: 1.141 Meter
Kilometer: Ca. 8 km (eine Tour), sprich 16 km (hin & zurück)
Zeit: Hoch ca. 3 Stunden – runter etwas weniger
Schwierigkeit: Machbar :-)
Proviant: Oben gibt es Restaurants – preislich noch okay. (2 wirklich große Pommes + 2 alkoholfreie Weizen rund 13 Euro, Stand 2017)

Unsere Ferienwohnung lag in Bad Harzburg ca. 800 Meter von der Bushaltestelle (Berliner Platz) entfernt. Von dort ging es gute 10 Minuten mit dem Bus Richtung Torfhaus. Kostenpunkt: ca. 5,50 Euro p.P. (hin & zurück).

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Für das richtige Brocken-Feeling gab es jedenfalls schonmal genug Schnee

Der Blocksberg

Der Brocken, auch Blocksberg genannt, ist mit 1.141 Meter über dem Meeresspiegel der höchste Berg hier im Norden. Vermutlich mit Abstand. Daher ist er auch seit eh und je Dreh- sowie Angelpunkt diverser Sagen und Legenden: Beginnend mit der Brockenhexe und dem Brockenungeheuer bis hin zur Himmelsscheibe von Nebra aus der frühen Bronzezeit. Sie gilt als älteste bewegliche Himmeldarstellung. Um sie zu lesen wird sie anhand des Brockens ausgerichtet.

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Torfhaus – Hier beginnt der Goetheweg

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Rund die Hälfte des Weges ist geschafft. Jetzt wird es langsam steiler.

Der Goethe

Goethe. Wo war er nicht? Und worüber hat er kein Reisebericht verfasst? Dem Brocken hat er gleich ein ganzen Buch gewidmet – fast jedenfalls. Denn der Hexenberg im Faust ist kein geringerer als der Brocken höchstselbst. Als er dazumal, im Dezember 1777, aufbrach um den Brocken zu besteigen, ging es für ihn um 10:15 los. Recht exakt 3 Stunden später war er oben. Wir nicht. Wir waren 10 Minuten schneller da als Goethe. (!). Wobei ich, zu seiner Verteidigung, neidlos hinzufügen möchte, dass der Weg damals noch nicht erschlossen war. Genau genommen gab es keinen – er musste also quer-feld-ein den Brocken erklimmen.

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Die Brockenbahn – schneller, dafür (viel) teurer

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…und oben! Der Brocken-Gipfel im Nebel

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Tagesreise von Bremen auf den Brocken

Etwas stressig vielleicht, aber durchaus eine Überlegung wert. Mit dem Auto ist man in ca. 2,5 Stunden dort. Oder einfach mit dem Niedersachsenticket bis nach Bad Harzburg (Abfahrt gegen 9:00 Uhr – Ankunft ca. 12:00 Uhr). Dann mit der Bus-Linie 820 zum Torfhaus. 3 Stunden hoch, 1 Stunde Pause, 2,5 Stunden runter = ca. 18:30 Uhr. Im Winter eventuell schon etwas dunkel. Aber nun im Frühling – warum nicht. Schaut euch aber vorher unbedingt den Wetterbericht an, denn der Brocken macht was er will, wann er will.

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Im Airbus über Bremen – Fliegen im Flugsimulator

Der Herr S. und ich sind letztes Wochenende unter die Piloten gegangen. Unter die Airbus-Piloten genau genommen. Denn das *Team vom Bremer Flugsimulator hat uns eingeladen. Uns gefragt, ob wir nicht mal eine Runde mit ihnen fliegen mögen? Piloten sein mögen? So für einen Tag? Da haben wir natürlich nicht lange überlegt – und mit einem überschäumenden „Ja“ geantwortet.

Ein Airbus-Cockpit auf dem Weg nach Bremen

Letzten Sonntag, um 17:00 Uhr war es soweit: Am Bremer Flughafen, Terminal 3 waren wir mit unserem Piloten Philipp verabredet. Denn eben dort befindet sich der Bremer Flugsimulator. Hauptbestandteil ist das Original-Cockpit eines Airbus vom Typ A320. Es flog 22 Jahre mit der Seriennummer MSN 337 im Dienst der Air France, quer durch Europa und die Welt bis es schließlich seinen Weg nach Bremen fand. Alle Teile, vom Pilotensitz bis zum Schubhebel, sind 100%ig Original – und ganz genauso, wie es die Piloten nur wenige Meter entfernt auf den Start- und Landebahnen des Bremer Flughafens vorfinden.

Für die ultimative originalgetreue Flugsimulation wurde die Schnauze des Airbusses nämlich schlichtum abgetrennt. Mit einer Flex, einer sehr großen Flex natürlich – und ganz genauso wie sie war nach Bremen transportiert. Eine durchaus kniffelige Angelegenheit. Fotos vom Transport und Aufbau könnt ihr euch auf der Website ansehen. Oder hier in diesem Video:

Ein How-to-Fly – die erste Flugstunde

Der Blick aus dem Fenster des Flugsimulators auf die Landebahn, die Wolken und die Häuser unten auf dem Boden war in 3D. Das Wetter, Ladegewicht und die Flugroute konnte je nach Schwierigkeits-Wunsch eingestellt werden. Nur geruckelt, das wurde nicht. Wir, als Flug-Anfänger, sind mit 64 Tonnen bei Sonnenschein und Windstille geflogen.

Doch bevor es losging, bevor die Turbinen hochgefahren und das Gaspedal auf der Startbahn durchgedrückt wurde, gab es ein rund 20-minütiges Briefing. In dem wir von unserem Begleit-Piloten Philipp erfahren haben, bei welcher Geschwindigkeit ein Flugzeug abhebt, welche Funktionen die Klappen an den Flügeln haben und wann das Fahrwerk zum Einsatz kommt. – Kurzum: Ein kleiner Rundum-Schlag in Sachen Hebel, Schalter und Funktionen.

Dass dies keine mehrjährige Pilotenausbildung ersetzt, liegt auf der Hand – und wurde uns sehr schnell, sehr bewusst, als es hieß: Und los! Ready to take off. Denn Theorie und Praxis sind ja zwei unterschiedliche Dinge. Und so waren wir echt froh, dass uns Philipp im Cockpit jederzeit behilflich war. Uns Knöpfe, Schalter und Hebel nochmals in Erinnerung rief.

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Bei 140 Knoten wird abgehoben. Gelenkt wird mit einem Joystick. Jener wird beim Start behutsam, aber bestimmt, nach oben gezogen. Gleichzeitig wird die Schubkraft runtergedampft, das Fahrwerk eingefahren und die Klappen an den Flügeln reguliert. Geschwindigkeit, Steigungswinkel, Richtung und Höhe müssen natürlich auch stimmen. Und das alles – selbstredend – zur richtigen Zeit, in der richtigen Reihenfolge, richtig dosiert. Gar nicht mal so einfach.

Für diejenigen unter euch, die es genauer wissen wollen, schaut mal auf die Anzeige (Bild unten). Dort könnt ihr auf einen Blick die wichtigsten Eckdaten eines Flugzeuges ablesen. Bei schlechter Sicht könnt ihr damit sogar durch den Luftraum navigieren: Am rechten Balken, dort wo die 3.000 steht, ist die Flughöhe zu sehen. Sie steht gerade bei 20 Fuß. Sprich wir stehen. Das Cockpit liegt ja nicht auf dem Boden. Der gelbe Bereich in dem großen Kreis ist der Boden, der helle Bereich der Himmel. Beim Start sollte der Steigungswinkel ungefähr bei dem 2. kleinen weißen Strich liegen. Die beiden schwarzen Winkel-Linien sind die Flügel. Bei einer Kurve schlagen sie natürlich aus. Der kleine schwarze Punkt in der Mitte ist euer Flugzeug. Links, dort wo die 140 steht, könnt ihr die Geschwindigkeit in Knoten ablesen. Bei ca. 140 Knoten kann das Flugzeug mit Hilfe der Flugklappen abheben.

Die kleine lila Raute ganz unten hilft euch beim Navigieren und zeigt an, ob ihr zu weit links, rechts, oben oder unten seid. Sprich, wie ihr auf Kurs bleiben könnt. Das gelbe Dreieck oben gibt die Neigung an. Im Moment stehen wir parallel zum Boden. Bei einer Linkskurve rutscht das Dreieck nach rechts, bei einer Rechtskurve nach links.

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Tada! Der Videobeweis: Der Herr S. startet – ich lande

Und nun zu uns. Inklusive Videobeweis. Links im Flieger (ich) sitzt üblicherweise der Pilot, rechts (der Herr S.) der Co-Pilot. Doch geflogen wird ein Flugzeug von beiden. Ähnlich wie bei zwei Busfahrern, wechseln sich Pilot und Co-Pilot ab: Derjenige, der fliegt hat das Kommando. Der andere unterstützt derweil und arbeitet dem aktuellen Piloten zu. Gibt beispielsweise die Geschwindigkeiten beim Start durch, fährt das Fahrwerk aus oder reguliert die Flugklappen.

Der Herr S. und ich waren natürlich sehr aufgeregt. Und: Nachdem ich zwei Starts durchaus umfassend vergeigt habe, ist der Herr S. ans Werk geschritten. Er hat sich quasi als Voll-Profi herausgestellt. Denn vermutlich ist er in seinem anderen Leben Special-Irgendwas-Agent. Fliegt quasi täglich einen Airbus. Oder zwei. Gleichzeitig. Im Notfall natürlich auch blind, freihändig und nur mit den Zähnen.

Ich hingegen. Tja nun. Sagen wir mal, mein Kampf habe ich vor allem mit dem Joystick ausgefochten. Er wollte nicht so recht, wie ich. Und zack – war ich zu hoch, zu tief, zu weit rechts, links – oder halt irgendwo im Feld. Aber immerhin fast richtig. ;)

Und falls ihr euch nun fragt, warum wir rein gar nichts sagen. In den Videos. Warum der arme Philipp das mit dem Reden vollumfänglich übernehmen muss. Warum wir so still sind? Das liegt an der ausufernden Konzentration. An all den Augen, Ohren, Hirn und Händen. Die vor sich hinschwirren und schwer beschäftigt sind. Wir hatten nämlich ganz basal keine Zeit für Sätze. – Erst recht keine ganzen.

Und nun noch. Als kleiner Tipp von mir. Von Anfänger zu Anfänger: Falls ihr ebensolche PC-Spiel-Unwissenden seid wie ich; Und quasi noch nie einen Joystick in der Hand hattet, übt vorher ein paar Mal am Computer. Das schult die Hand-Auge-Koordination – und ihr bekommt viel schneller ein Gefühl für die Steuerung im Cockpit. Denn genau das ist mir, echt schwergefallen. Ich habe immer zu kleine oder große Bewegungen gemacht – und ganz automatisch z.B. nicht nur nach oben gezogen, sondern gleichzeitig auch immer ein wenig nach rechts oder links gelenkt.

fliegen-im-flugsimulator-erfahrungsbericht

Insgesamt sind wir eine Stunde geflogen – uns kam es allerdings wie kaum mehr als 20 Minuten vor. Die Zeit vergeht nun eben wie im Flug beim Flug. Wir hätten gut und gerne die Nacht dort im Simulator verbringen können. Hätten noch geübt und zu gerne dies besser verstanden oder das noch ausprobiert. Aber nun, in einer Stunde wird man schließlich nicht zum Piloten. Sondern: So ein Ausflug im Simulator gibt einen Einblick, zeigt was alles dazugehört – und macht halt ganz einfach schon echt Spaß.

Be a pilot for one day – gewinnt einen Flug im Flugsimulator Bremen

Weihnachten befindet sich ja quasi im Endspurt vor der Tür. Da möchten das Team vom Bremer Flugsimulator und ich euch hübsch beschenken! Zu gewinnen gibt es ein „Basic Paket“ für eine Person, inklusive Briefing und 30 Minuten Flugzeit.

Als Tausch wünsche ich mir von euch eine kleine Geschichte oder ein Nice-to-Know zu eurem Wunsch-Flugort. Schreibt mir einfach 1-2 Sätze, was diesen einen Ort für euch so besonders macht. Oder was wir uns dort auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Ihr könnt einfach hier unter dem Posting kommentieren. Oder ihr schreibt mir auf Facebook, Instagram oder Twitter. Wichtig dabei: vergesst bitte nicht, mich in eurer Geschichte zu markieren. Damit ich eure Antwort nicht verpasse und sie mit in die Verlosung nehme. Aus den 10 Antworten, die besondern hübsch, lustig oder lässig sind, losen der Herr S. und ich aus. Mitmachen könnt ihr bis zum 24.12. um 23:59 Uhr. Ich freue mich auf eure Antworten!


*Vielen Dank für die Einladung und das Gewinnspiel! Vielen Dank an das ganze Team vom Bremer Flugsimulator – ganz besonders an Philipp, der uns mit Rat und Tat und jeder Menge Fachwissen zur Seite stand. Es hat riesigen Spaß gemacht! <3