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[31.01./Bremen] Demo gegen Pegida & den AfD-Parteitag

Demo in Bremen gegen Pegida AfD

In Sachen Politik ist es ja grad fürchterlich modern über Befindlichkeiten zu sprechen. Über Ängste, Empfindungen und Zipperlein. Darüber, dass das via Geburtsrecht annektierte Boot voll ist. Dass sich 40% wie Fremde im eigenen Land fühlen. – Bei gerade mal 5% der Bevölkerung, die sich zum Islam bekennen. Und von denen vermutlich eine nicht gerade unerhebliche Zahl in etwa so viel mit dem Islam zu haben, wie der Durchschnitts-Weihnachts-Kirchgänger mit dem Christentum. Es geht um gefühlte Überfremdung und um Hausrecht. Sozusagen.

Wer über Gefühle sprechen möchte, gerne mitteilen möchte, warum er Neid oder geradezu Hass auf Menschen verspürt, die z.T. ohne Nichts, nicht einmal mit dem Leben ihrer Verwandten, hier her kommen. Wer tatsächlich gerne darüber sprechen möchte, warum er oder sie lautstark von einem vagen Gefühl der Überfremdung reden möchte, anstatt erstmal dafür zu sorgen, dass jeder hier auf dem Planeten wenigstens ein Dach über dem Kopf hat. Soll das bitte nicht mit mir tun. Ich fühle mich belästigt, geradezu angeekelt. Es ist mir peinlich. So peinlich, wie ein Typ – Irgendeiner – der einem anderen mit Krückstock ein Bein stellt. Es lässt mich am Grundsätzlichen, am Menschen an sich zweifeln. Verzweifeln.

Ernstgenommen fordert die Pegida und ihr alles verdauender Bandwurm, die AfD, genau eins: Dass sie das Volk seien. Nur sie. Welches zu bestimmen hat, wer ihnen passt – und wer nicht. Welche Gefühle eine Berechtigung haben (Überfremdung) und welche nicht (Angst vor Krieg/ Hunger/ Krankheit/ Tod/ Der Wunsch nach Glück). Damit möchte ich nichts zu tun haben. Ich bin dieses Volk nicht, ich bin ein anderes.

Ihr Pegida’lis und AfD’ler, ihr habt Angst? Angst vor Überfremdung, Angst vor dem Euro, Angst vor der Lügenpresse, Angst vor Arbeitslosigkeit. Wie wäre es, wenn ihr euch um die Ursachen dieser Probleme kümmert, um Lösungen – anstatt euren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Verbündet euch mit denen, die ebenfalls vom katastrophalen Ungleichgewicht auf der Welt betroffen sind – nur härter. Viel härter! Kümmert euch darum, dass der Sozialstaat auf- statt abgebaut wird. Dass mehr Geld in Bildung fließt, setzt euch für mehr Integration ein, unterstützt Gewerkschaften, die für faire Arbeitsbedingungen kämpfen und fordert eine Regierung ein, die mehr soziale Verantwortung übernimmt.

Ihr wollt außerdem etwas gegen den radikalen Islamismus unternehmen? Ihr wollt, dass er sich hier nicht breit machen kann? Dann fragt doch am besten mal an erster Stelle nach: Bei denen, die vor diesem Wahnsinn geflohen sind und hier ein neues zu Hause finden möchten oder schon gefunden haben. Sie sind sicher froh über Verbündete.

Also kommt alle hin! Zur Demo.
Gegen Pegida und den Bundesparteitag der AfD
Für Solidarität und soziale Gerechtigkeit

Samstag, den 31. Januar 2015 um 13h am Brill
Zum Demo-Aufruf geht es hier entlang.
Alle Infos gibt es außerdem auch auf Facebook. Dort hat die Veranstaltung bereits knapp 3000 TeilnehmerInnen.

Zu der Demo ruft ein breites Bündnis aus Gewerkschaften (z.B. DGB, ver.di), Parteien (Die Linke, Piraten, DKP, Grüne Jugend, Jusos Bremen, MLPD, PYD), Verbänden (z.B. AWO, attac, Asta-Bremen, Flüchtlingsrat Bremen, Wagenplatz Querlenker e.V., Biratî e.V., Gesamtschüler*innenvertretung, Saidi Kurdi Bildungs- und Jugendzentrum oder Stadtkommune Alla Hopp), Kirchen (z.B. Ev. Immanuel-Gemeinde oder Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt) und dem Bündnis gegen Nationalismus auf –> Eine Liste findet ihr hier.

Am Freitag, 30. Januar um 19:00h findet in Bremen außerdem eine Podiumsdiskussion zum Thema „Vom Rand bis zur Mitte: Rechtspopulismus, Rassismuss, AfD“ statt. Mehr Infos findet ihr hier.

82 Kommentare

    • Sarah Maria

      Danke dir! Ich war und bin mir auch immer noch unsicher. Habe echt lange an dem Text rumgewerkelt: Er war mal über 1000 Wörter lang – und jetzt nur noch knapp die Hälfte. Es ist irgendwie fast unmöglich alles das zu sagen, was ich sagen möchte – ohne mich in Floskeln, Halb-Wissen und/ oder Relativierungen zu verlieren.

    • Hallo Sarah,

      wieviel Menschen hast du bisher geholfen?
      Hast du als Einzelperson jemanden bei der Wohnungssuche, Jobsuche, Bewältigung der Ausbildung geholfen oder in einer Mobbingsituation beigestanden?

      Zuletzt: wie alt bist du und welche Möglichkeiten zum Helfen sind dir gegeben?

  1. Sehr schön auf den Punkt gebracht. Zeigt den Wirrköpfen und dem Rest der Welt auch in Bremen, dass sie nicht „das Volk“ sind.

  2. Liebe Sarah Maria, ich finde es toll, dass du dieses schwierige Thema angesprochen und auf den Punkt gebracht hast. Respekt!
    LG, Nadine

    • Sarah Maria

      Danke Nadine. Da bin ich irgendwie erleichtert. Denn als ich angefangen habe zu schreiben, dachte ich mir: Ach, ist doch nicht so schwer. Soll ja jetzt keine wissenschaftliche Analyse werden, sondern „nur“ ein Demoaufruf. Am Ende habe ich ewig an dem Text rumgedoktert – und bin immer noch unzufrieden. Na ja. Aber ich dachte mir: Besser so, als gar nicht.

  3. Hallo Sarah,
    ich bin gerade erst durch das BlogBoard auf deinen Blog aufmerksam geworden und bin direkt mal hier geblieben.
    Habe mich durch einige deiner Texte geklickt und sie gefallen mir alle ziemlich gut, aber weil das hier der aktuellste und vermutlich auch einer der schwierigsten ist, kommentiere ich hier.
    Ich habe auch schon mehrfach überlegt, über PEGIDA zu schreiben oder darüber, was gerade allgemein in Deutschland und in der Welt passiert, aber es ist wirklich so schwer, die richtigen Worte zu finden. Ich fürchte, ich würde zu emotional werden und zu subjektiv. Du hast das richtig Maß an Emotionen und Aufklärung, Wissen und Information gefunden und ich hoffe, dass viele zu dieser Demo kommen werden um geau das zu zeigen, was du so treffend formuliert hast: „Wir sind nicht dieses Volk.“

    Viele liebe Grüße,
    Katie (Frau Margarete)

    • Sarah Maria

      Erstmal Danke dir. Das freut mich total. <3

      Und du hast absolut Recht: Es ist echt schwierig darüber zu schreiben. Der Text hier war mal über 1000 Wörter lang, jetzt sind es nur noch ca. halb so viele. Denn selbst bei über 1000 Wörtern kam mir alles irgendwie verkürzt, einseitig und voller halb-Wissen vor. Das Gefühl habe ich jetzt zwar irgendwie immer noch. Aber ich dachte mir: Dass ich es wichtiger finde überhaupt ein Zeichen zu setzten, auch irgendwie laut zu sein: Und nicht das Feld der Pediga & AfD überlassen, die sich um Vollständigkeit, etc. überhaupt keine Gedanken machen, sondern einfach drauf loshassen. Als ich den Text hochgeladen haben, dachte ich mir tatsächlich: Besser unperfekt, als gar nicht. ;)

      Gestern habe ich mich mal ein bisschen durch youtube geklickt. Da gibt es grad die Aktion #YouGeHa (Youtuber gegen Hass). Da sind echt tolle Videos dabei. Es lohnt sich auf jeden Fall dort mal reinzuschauen. :)

  4. Ich finde es bemerkenswert, dass Du Dich dem so heiß diskutierten Thema widmest – eine mutige Entscheidung. Und Du bringst viele Aspekte auf den Punkt. Finde ich gut, dass Du den Blog so einsetzt!

    Liebe Grüße,
    Elli

  5. Toll, dass du dich auf deinem Blog diesem Thema angenommen hast. Schlimm finde ich diese Generalisierung – alle Moslems seien extrem und wollten das Abendland umkrempeln. So ein Schwachsinn…

    -Kati

    • Sarah Maria

      Und es ist so schwer dagegen anzukommen. Vor allem gegenüber Menschen, die überhaupt keine Moslems kennen. Da stochert man sich durch einen wilden Sumpf von Vermutungen, Generalisierungen und Hass. Gegen alles und jeden, der irgendwie grad nicht ins Weltbild passt. :/

  6. Danke für den Text. Und es gibt auch Nachrichten, die Mut machen: Am Wochenende 3000 erwartete Teilnehmer bei anti-Pegida-Demo in Mannheim. Gekommen sind 12.000. An solchen Meldungen klammere ich mich derzeit fest.

  7. Ich persönlich finde es schwierig auf dem Blog über Politik zu schreiben, ist es doch immer ein sehr heikles Thema. Aber Hut ab, dass du es getan hast. ^^
    ___

    Hahaha… ja ich weiß genau was du meinst. Deswegen fällt es mir ja so schwer mich von den Haaren „komplett“ zu trennen, aber mein Vater brachte einen stichfesten Grund an, der mich sehr zum denken brachte und jetzt lässt mich die Idee irgendwie nicht mehr los. -.-“

    Liebe Grüße

  8. Hallo Sarah Maria,
    danke für die klaren Worte.

    Was mich an „diesen Volk“ wirklich stört ist ihre geschlossene Weltsicht. Nicht nur jetzt bei AfD/PEGIDA, sondern auch in den Vorjahren bei xenophoben Kampagnen (Circus Sarazin). Selbst wenn ich mit diesen Menschen (zum Beispiel Nachbarn der Familie) ins Gespräch kam, gab es Themen, wo „dieses Volk“ keine Fakten hören wollte.

    Die Welt ist kompliziert, das ist aber keine Begründung dafür, es nicht so genau wissen zu wollen.
    Jürgen

    • Sarah Maria

      „Die Welt ist kompliziert, das ist aber keine Begründung dafür, es nicht so genau wissen zu wollen.“

      Das finde ich sehr gut auf den Punkt gebracht. Natürlich hätte jeder gerne schnelle, einfache und bequeme Wahrheiten – aber die gibt es nun einmal nicht. Und das wollen viele schlicht nicht wahrhaben.

      Deswegen finde ich Geschichte auch so hilfreich. Dort lassen sich politische, soziale und gesellschaftliche Zusammenhänge mit Abstand betrachten. Die Ursache-Wirkung-Zusammenhänge sind schon abgeschlossen und nicht gerade erst im Geschehen. Ich frage mich oft, was wohl über uns, über unsere Zeit in 50, 100 oder 200 Jahren in den Geschichtsbüchern steht. Und was die Menschen darüber, über uns, denken werden. Ich schätze, keiner möchte doch zu denen gehören, über die sich spätere Generationen wünschen, sie könnten sie mit einer Zeitreise aufhalten – irgendwie zur Vernunft bringen….

      • „Ich frage mich oft, was wohl über uns, über unsere Zeit in 50, 100 oder 200 Jahren in den Geschichtsbüchern steht“
        Das ist ein Punkt, der auch mich immer wieder umtreibt. Ich möchte mir von meinen Kindern nicht sagen lassen müssen:
        „Warum habt ihr nichts getan? Ihr hättet es doch sehen müssen.“

  9. Florian Geyer sagt

    Mit anderen Worten: die gesamte linke Einheitsfront macht mobil gegen grundsätzlich friedlich demonstrierende Spaziergänger und eine demokratisch und rechtmässig gewählte Partei, die nichts anderes macht als andere Parteien auch: einen ordentlichen Parteitag abhalten. Natürlich will man NUR im Namen des Guten demonstrieren, und das in trautem Verein mit linken Antifa-Schlägertrupps, die die Wahrheit nach SA-Methoden zu verbreiten pflegen. Anstatt einer sachlichen, argumentativen Auseinandersetzung über die Inhalte verschiedener Positionen wird die unliebsame Meinung einfach niedergebrüllt, und auch ein bischen Sach- und Personenschaden nach beliebter Antifa-Tradition in Kauf genommen – macht ja nichts, solange es „für die Werte der Demokratie“ ist, nicht wahr? Wenn das der Honecker noch hätte erleben dürfen! Da fehlen dann nur noch ein paar süße kleine Thälmann-Pioniere, die rote Fähnchen schwenken und die Internationale intonieren. Kinder – Ihr wißt nicht, was Ihr tut – denn Ihr tretet die Demokratie mit Füßen! Ihr sät Wind und werdet Sturm ernten!

    • Sarah Maria

      Nein. Eigentlich nicht. Aus Kirchen, Gewerkschaften, die unterschiedlichsten Vereine und Parteien kannst du nicht einfach so eine „linke Einheitsfront“ konstruieren. Das ist weder wahr, stichhaltig noch besonders gewitzt.

      Und nehmen wir einmal an es handelt sich bei der Pegida um „grundsätzlich friedlich demonstrierende Spaziergänger“: Was ist daran auszusetzen, dass Menschen, die mit den dort propagierten Inhalten nicht zufrieden sind und etwas dagegen haben, sich ebenfalls zu einem „grundsätzlich friedlichen Spaziergang“ treffen? Ich finde, alle Pegida- und AfD-Sympathisanten müssen einfach mal aushalten, dass nicht jeder hier in diesem Land ihrer Meinung ist – und das auch offen sagen möchte. Die Pegida hat das Recht zu Demonstrieren nicht gepachtet. Und wenn ich gegen eine Partei und ihre Inhalte demonstrieren möchte, dann hat diese Partei das auszuhalten.

      Und du möchtest eine sachliche Auseinandersetzung? Seriously? Wie wäre es damit, wenn du dich an deine eigene Prämisse hältst? Findest du es wirklich zielführend solche Unterstellungen wie „linke Einheitsfront“ oder „mit linken Antifa-Schlägertrupps, die die Wahrheit nach SA-Methoden zu verbreiten pflegen“ einfach mal so rauszupusten? Nennst du das eine „sachlich, argumentative Auseinandersetzung“?

  10. Ich finde es toll das du darüber schreibst, denn ich stimme die hier komplett zu und du schreibst mir aus der Seele. Kann so ein Verhalten auch nicht nachvollziehen und die meisten haben auch gar keine Ahnung, wie die Zustände wirklich sind und wie die Realität aussieht. Da wird einfach die Panikmache von Medien geglaubt, anstatt sich mal ein eigenes Bild zu machen ,dass vor allem die meisten Einwanderer keine Islamisten sind, davor gefohlen sind oder sich dagegen aussprechen. Man kann einfach nicht immer alle Menschen über einen Kamm kehren, was ja in allen Bereichen des Lebens gerne gemacht wird.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Allerdings :D. Im Dezember kann ich einfach und will ich auch gar nicht an meine Figur denken, da ist herzhaft schlemmen und Süßigkeiten futtern erlaubt :D. Haha das tut mir leid, dass ich dir so Hunger gemacht habe :P, das ist aber auch echt immer das fieseste an Instagram, all diese tollen Essensbilder, wo man einfach immer Hunger bekommt.

    • Sarah Maria

      Danke. <3
      Umso mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, umso erschrockener bin ich. Ich habe mich vor ein paar Tagen mal durch einige Kommentare auf deren Facebook-Seite gelesen - und bin wirklich entsetzt, was für Vorurteile dort einfach so rausgehauen werden. Deckt sich in etwa mit dieser Reportage der ARD. Die haben einfach mal eine 3/4 Stunde eine Pegida-Demo gefilmt. Es ist fast noch schlimmer, als ich dachte: http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama/Pegida-Die-Interviews-in-voller-L%C3%A4nge-/Das-Erste/Video?documentId=25442126
      Und leider gibt’s hier ja nun auch schon ein paar Kommentare, die ebenfalls dieses Eindruck betonieren.

      • Ich finde es trotzdem super das du dich getraut hast und diesen Post online gestellt hast. Sowas ist immer ein heikles Thema und es ist toll, wenn jemand dazu mal konkret Stellung bezieht.

        Danke auch für deine liebe Antwort.
        Im Moment geht es mir aber ähnlich. Ab Montag habe ich ja meine Klausuren Woche und im Moment komme ich deshalb gar nicht zum lesen. Wenn man den ganzen Tag über Zusammenfassungen und Fachlektüre sitzt, dann hat man da irgendwie nicht mehr so den Kopf für. Aber im Februar wird das bei mir nun auch wieder geändert.

  11. Alan sagt

    Laut deren Positionspapier ist PEGIDA für die Aufnahme von Kriegsflüchtlinge und politisch verfolgten Asylsuchenden. Sie ist allerdings gegen Wirtschaftsasylanten und abgelehnten Asylanten. Momentan gibt es um die 133.000 abgelehnten Asylanten in Deutschland, die nicht (noch nicht?) wieder abgeschoben wurden. Hinzu gibt es eine chronische Mangel an Unterkünfte für Kriegsflüchtlinge. Wenn die Bundesregierung und Länderregierungen nach dem Gesetz verfahren wurden, hätten wir mehrere Tausende Unterkünfte mehr für die Kriegsflüchtlinge und anerkannten Asylanten. Ich hätte gerne gewußt, warum die Linken dagegen sind. Auch ist PEGIDA gegen Massenunterkünfte sondern sieht es als eher integrationsfördernd wenn die Leute dezentralisiert untergebracht werden. Wer von euch hat Plätze frei?

  12. Peter Schmidt sagt

    Sehr geehrte Frau Sarah Maria!

    Bisher habe ich als Beamter und AfD-Mitglied immer unter meinem Klarnamen geschrieben. Peter Schmidt ist also ein Pseudonym.

    Persönlich versuche ich nach dem Zitat von Bertrand Russell (sinngemäß): ,Gesellschaftliche Veränderungen sind nur durch Minderheiten möglich – Mehrheiten zementieren das Bestehende‘ mich einzusetzen.

    Man kann über etliche ,Slogans‘ diskutieren, die sich in vielen Köpfen festgesetzt haben. Sie sind zum Teil einfach doof. Der Spruch ,Wir sind das Volk‘ ist vielen bekannt, hat einen geschichtlichen Bezug – und jetzt das Wichtigste – er lässt sich gut skandieren!

    Man kann in Menschenmassen oft nur solche kurzen Sätze verwenden. Falls ich in der nächsten Zeit einmal in das von hier weit entfernte Dresden fahre, werde ich anregen (1970 aus der Kirche ausgetreten), das ,Vaterunser‘ beim langsamen Gehen ,zu beten‘.

    Das würde gut passen.

    Ich könnte auch noch mehr schreiben, z. B. dass sich viele Mitglieder große Gedanken machen, wie das Leben sozialer zu gestalten sei… Evtl. ein andern mal mehr.

    Mit freundlichen, friedlichen Grüßen!

    P.S. (ein Pseudonym)

    %

    • Sarah Maria

      Sie haben absolut Recht Herr Unbekannt: Es gehört schon ein wenig Mut dazu seine Meinung offen zu äußern und auch dazu zu stehen. Das haben natürlich nicht alle. Deswegen sei Ihnen Ihre Anonymität gegönnt, Herr Beamter.

  13. Florian Geyer sagt

    Liebe Sarah,

    Florian Geyer war zwar AUCH der Name einer SS-Division, aber er selbst lebte bereits etwas früher. Ich erlaube mir, diesen Namen als schlichtes Pseudonym zu verwenden – ganz ohne Hintergedanken an die o.g. SS-Einheit. Eventuelle Zuweisungen eines „rechten“ Hintergrundes darf ich also getrost und guten Gewissens als schlicht falsch bezeichnen. Übrigens findest Du AUCH über ihn etwas in Wikipedia, nicht nur über die SS-Division, die nach ihm benannt wurde.

    Im Übrigen ist die Bezeichnung linke Einheitsfront so unzutreffend nicht: der übergroße Teil der Unterstützer dieses Aufrufes kommt von linken Parteien und Gewerkschaften bzw. deren Ablegern. Das war unter Honecker auch nicht anders. Mal ehrlich: ich möchte gar nicht wissen, wie viele Gewerkschaftsbeiträge hier verplempert werden!

    Meine Hinweise auf die SA-Methoden der Antifa sind ebenfalls nicht unbegründet: erst gestern durfte ich diese aus eigener Anschauung erleben und geniessen – auf der Pegida-Demo in Duisburg: während die Pegida-Spaziergänger vollkommen friedlich waren hat die Antifa mal eben vier verletzte Polizisten auf dem Gewissen – dreie dienstunfähig, wenn ich mich recht erinnere. In Leibzig hat eben diese Antifa ebenfalls jüngst einen veritablen Exzess hingelegt, der noch um einiges teurer war. Die Liste dieser Beispiele liesse sich hier problemlos erheblich verlängern – ich erspare uns dies. Aber mit diesen Leuten macht Ihr Euch gemein, indem Ihr Euch mit ihnen auf eine Seite stellt – das ist eine traurige Tatsache! Im Gegensatz zu diesen „Antifaschisten“ mit ihren SA-Methoden kann ich mich an nicht einen einzigen Fall erinnern, in dem Pegida oder AfD gewalttätig geworden wären – Du etwa?

    Ich darf Dir vielleicht einen guten Tip geben: informiere Dich mal über die chinesische Kulturrevolution. Damals waren es zum größten Teil ebenfalls die jungen Leute – Studenten und Schüler – die für angebliche Ideale mißbraucht wurden! Damals gingen sie mit den Slogans „Zao fan you li – Rebellion ist gerechtfertigt“ oder „Geming wu zui – Revolution hat keine Schuld“ auf die Straßen, und terrorisierten und mißhandelten im Namen ihrer „Ideale“ Andersdenkende, heute skandieren sie „Nazis raus“ und schauen billigend zu, wie die Antifa-Schläger Jagd auf die machen, die nicht ihrer Ansicht und daher natürlich „Nazis“ oder „Rassisten“ sind – wobei sie von Morddrohungen bis hin zu lebensgefährlichen Angriffen vor nichts zurückschrecken. Euch ist offenbar nicht klar, mit wem Ihr Euch da auf eine Seite stellt. Vielleicht liest Du mal nach, was bei der Kulturrevolution herausgekommen ist – es ist ein Lehrbeispiel dafür, wie man junge Leute und deren Idealismus mißbraucht hat, und ich kann nicht umhin, bei solchen von der linken Einheitsfront (tut mir leid, aber so sehe ich es) organisierten Demos doch deutliche Parallelen zu erkennen. Aufgrund der ausgesprochen gewalttätigen Vorgehensweise dieser Roten SA (leider sehr treffend) ist die freie Meinungsäußerung hierzulande leider zu einer Mutprobe geworden – gibt Dir das nicht zu denken? Warum distanziert Ihr Euch nicht von diesen Kriminellen, anstatt mit ihnen in einer Einheitsfront zu demonstrieren und ihre Exzesse so billigend in Kauf zu nehmen?

    Inhaltlich kann man schlicht sagen, daß es weder bei den Pegida-Positionen, noch bei den AfD-Positionen auch nur eine einzige gibt, die man als ausländerfeindlich oder rassistisch bezeichnen könnte – nicht eine. Nenne mit bitte eine – ich habe bisher keine gefunden.

    • Sarah Maria

      Die Anlehnung an den Herrn aus dem Bauernkrieg ist schon klar. Aber ich sag’s mal so: Wenn man einen unmissverständlich nicht-rechten Namen haben möchte, lassen sich sicher auch noch andere Pseudonyme finden. Daher gehe ich mal weiterhin davon aus, dass diese Zweideutigkeit durchaus so gewollt ist.

      Übrigens: Warum überhaupt ein Pseudonym? Warum nicht auf Augenhöhe mit Klarnamen diskutieren?

      Ich bin mir sicher, dass du nicht sonderlich erfolgreich sein wirst, wenn du die Gruppen in diesem Bündnis fragst, ob sie sich zur „linken Einheitsfront“ zählen würden. Sie sehen sich eher bunt als einheitlich – und sind sich in vielen Dingen auch nicht einig. So ganz und gar nicht. Streit und Diskurs gehören bei ihnen dazu.

      China finde ich sehr spannend. Da kann ich die Ausstellung „China unter Mao“ im Bremer Überseemuseum sehr empfehlen. Ich war vor einigen Wochen dort.

      Und in Sachen Gewalt auf Pegida-Demonstrationen, hier mal einige Beispiele:
      * Hetzjagd auf MigrantInnen mit Messern und Schlagstöcken, während Beifall geklatscht wird.
      * Der Mord an Khaled B.
      * Hakenkreuzschmierereien
      * Kinder, die Montags nicht mehr zur Schule geschickt werden aus Angst vor Übergriffen
      * Die Besucherzahlen in Dresden gehen zurück. Die Tourismusbranche wird ein hartes Jahr vor sich haben.

      • Hallo,
        ich habe jetzt ein paar Kommentare gelesen und finde es ein wenig schade, dass auf einige Kommentare und Meinungen zu wenig inhaltlich eingegangen wird. Ich lebe in Leipzig und habe die Demos also vor der Haustür. Ich habe die Verwüstungen nach der Spontan Demo der Antifa anlässlich zum Tod Khaled B. selbst gesehen, bin an brennenden Mülltonnen vorbeigekommen, die gerade von der Feuerwehr noch gelöscht wurden. Ich habe schon Facebook Kommentare von anderen gelesen, die ernsthaft linke Gewalt tolerieren, wenn es „Rechts“ bekämpft. Was ist das? Gewalt ist immer zu verurteilen, egal von welcher Seite und mit welcher Rechtfertigung sie kommt. Meiner Meinung nach ist das größte Problem, dass die Leute (auf beiden Seiten) nicht die Meinung der anderen tolerieren oder keine Neutralität akzeptieren. Da muss ich dann so Kommentare wie „Ich habe meine gefestigte Meinung und will deine nicht hören lesen.“ Solche Kommentare sind traurig. Da ich die Möglichkeit hatte, bin ich selbst zu den Demos gegangen. Wobei es schon schwierig ist dies zu schreiben ohne in die rechte Schublade gesteckt zu werden. Aber ich war auf beiden Seiten. No-Legida und Legida. Als ich zu Hause den Newsticker gelesen habe, dachte ich: „War ich auf einer anderen Veranstaltung?“ Das soll nur heißen: Man soll seine eigene Meinung nicht auf den Meinungen oder Berichterstattungen (also Drittmeinungen) von anderen manifestieren.
        Was aber eigentlich viel schlimmer als die deutschlandweiten Demo ist, ist der Hass, der hervortritt. Die anderen (egal zu welchem Lager man gehört) werden vorverurteilt, beschimpft und pauschalisiert. Da gibts jetzt kein, der ist aber besser …. Nee alle gleich schlimm.
        Ich würde gern an deiner Blogeha Kampagne mitmachen und über meinen Besuch in einem Leipziger Asylheim schreiben. Man kann sich dort nämlich bei einem Patenprogramm engagieren.
        Und übrigens: Khaled B. wurde von seinem Mitbewohner getötet. Wie muss denn jetzt der Antifa-Marsch gewertet werden? Als vorschnell und vorgeschobenen Grund?

        Ich habe übrigens auch meine Beobachtungen und meine Meinung auf meinem Blog geschrieben.

        Viele Grüße

        Myriam

        • Sarah Maria

          Hi Myriam,

          klar, hätte ich auf einige Kommentare wesentlich genauer eingehen können, aber ich saß an der Beantwortung der Kommentare hier unter dem Posting und auch den Mails, insgesamt so ca. 10 Stunden. Da ich nicht vom Bloggen lebe, sondern auch noch arbeite, war mehr einfach nicht drin.

          Die Alternative wäre gewesen die Beiträge, die mir komisch erschienen (z.B. wie die von Florian Geyer (Name = SS-Kavallerie Division)) einfach nicht freizuschalten. Das wollte ich nun aber auch nicht.

          Ich muss ehrlich sagen, dass ich eine sehr klare Haltung habe, was die Pegida-Demos angeht: Wer mit Rechten (und das waren auf den Demos ja nicht nur vereinzelte Personen, sondern weite Teile der Demo) auf die Straße geht, muss damit rechnen, auch eben damit konfrontiert zu werden. Und auch eine Antwort darauf haben, warum die Demo trotzdem besucht wird. Warum sich mit Rechten solidarisiert wird.

          Ich habe hier einen Demo-Aufruf zu einer Gegendemo in Bremen geschrieben. Ich war auch selbst auf der Demo. Dort sind vor dem Parteitag der AfD gegen Schluss (also nach ca. 2h Demo durch die komplette Innenstadt) drei Böller ins Nix (auf den weit abgesperrten Vorplatz) gefolgen. Die Demo war also zu 99% absolut friedlich. Es kann also keine Rede von linker Gewalt sein.

          In Leipzig war ich nicht. Darüber möchte ich auch nicht urteilen.

          Ich würde mich natürlich total freuen, wenn du an meiner Blogparade teilnimmst. Ich habe schon viele unterschiedliche Stimmen gesammelt: z.B. über die Harry Potter Bücher, aus Tel Aviv, London, ein ABC gegen Hass oder auch die Stimme eines 3.-Klässlers. <3

    • Nils sagt

      Selten so einen Schmarrn gelesen. Was sollen da Gewerkschaften an Geld gezahlt haben? Die Fahnen und Westen sind vorrätig, weil Gewerkschaften für Solidarität und Menschlichkeit einstehen und dementsprechend oft Genug gegen unsoziale Strukturen in Gesellschaft und Politik auf die Straße gehen müssen. Als ob Gewerkschaften keine Rechenschaftspflicht hätten. Ich war gestern auch auf der Demo. Genau wegen solchen pauschalen Hetzen! Und wer sich solche Pseudonyme aussucht, ist meiner Meinung nach ein Hetzer. Die AfD macht Politik auf Stammtischniveau wieder salonfähig, ich fühle mich geradezu angeekelt.

  14. Florian Geyer sagt

    Liebe Sarah,

    es ist schon erstaunlich, wie schnell einem rechtslastige Zweideutigkeiten vorgehalten werden – dazu bedarf es schon einiger Phantasie :-) Du bist Dir sicher dessen bewusst, daß die Nazis auch Kaffee getrunken und sich die Zähne geputzt haben – alles Dinge, die wir heute immer noch tun….

    Ob diese Grupen sich selbst zum linken Einheitsbündnis zählen oder nicht ist für mich nicht wirklich relevant. Tatsache ist, daß sie (z.B. Linke, Grüne, Gewerkschaften, sozialistische Verbände und wie sie alle heissen) zum größten Teil in dieser Ecke angesiedelt sind. Solche Demonstrationen gabe es, wie erwähnt, bereits unter Honecker.

    Gib mir bitte mal einen Tip, inwiefern die hier von Dir aufgezählten Punkte
    * Hetzjagd auf MigrantInnen mit Messern und Schlagstöcken, während Beifall geklatscht wird.
    * Der Mord an Khaled B.
    * Hakenkreuzschmierereien
    mit den Pegida-Demonstrationen zusammenhängen. Die Pegida-Demonstranten sind allesamt nachgewiesenermassen friedlich und gewaltfrei. Diese Zusammenhänge sind freundlich formuliert mutwillig konstruiert, aber alles andere als nachweisbar.
    Auch wenn Kinder nicht zur Schule geschickt werden kann man dies wohl kaum den friedlichen Demonstranten anlasten, eher einem subjektiven, sachlich jedoch unbegründeten Empfinden.

    Was die Besucherzahlen Dresdens angeht, so wmuß ich Dir auch widersprechen: die steigen von Montag zu Montag weiter an :-)

    Recht gebe ich Dir bzgl. China – es ist SEHR spannend. Darum gehe ich auch nicht so gern in ein Museum, sondern halte mich lieber regelmässig in China selbst auf – das ist weitaus lehrreicher, zumal man dann die interessanten Informationen von den Menschen dort direkt vor Ort bekommt :-) Ich kann es Dir guten Gewissens empfehlen.

    Und wie gesagt: die Parallelen ziwschen den damaligen Studenten, die als Rote Garden ideologisiert und mißbraucht wurden, und denen, die heute von Parteien und Gewerkschaften organisiert auf die Straße geschickt werden, sind ganz erstaunlich…..

    Herzliche Grüße

    • By the way: In deinen Ausführungen hast du vergessen auf einen Punkt einzugehen:

      „Übrigens: Warum überhaupt ein Pseudonym? Warum nicht auf Augenhöhe mit Klarnamen diskutieren?“

  15. Florian Geyer sagt

    Das sage ich Dir gerne: weil als AfD-ler UND Pegida-Spaziergänge keinerlei Interesse daran habe, meine Namen mit einer freundlichen, aber natürlich anonymen Aufforderung zur „Verschönerung“ meines Wohnhauses oder meines Autos auf Indymedia wiederzufinden – das ist auch so eine der „demokratischen“ Gepflogenheiten Eurer Antifa-Mitdemonstranten.

  16. Florian Geyer sagt

    Vielleicht darf ich Dir, liebe Sarah, noch diesen Aufruf der Leipziger Polizeigewerkschaft zu lesen und zum Nachdenken geben: hier wird sehr deutlich darauf Bezug genommen, von WEM regelmäßig die Gewalt ausgeht. Mit den gleichen Leuten wollt Ihr Euch in Bremen zusammentun – ohne Euch von ihnen zu distanzieren und eine Zusammenarbeit mit ihnen aus gutem Grunde rigoros abzulehnen. Hier besteht, glaube ich, erheblicher Änderungsbedarf, wenn man vorgibt, für demokratische Werte einstehen zu wollen:

    http://www.gdp.de/gdp/gdpsac.nsf/id/DE_Leipziger-Gewerkschaft-der-Polizei-fordert-Ende-der-Eskalation-im-LEGIDA-Zusammenhang

    Herzliche Grüße

    • Sarah Maria

      Also: Ich habe mir das, um ehrlich zu sein, nicht angeschaut. Zum einen, weil mir einfach die Zeit fehlt und zum anderen, weil mich der Standard-Verschwörungstheoretische-Ton dort schon von vornherein abschreckt. Die Kommentare unten drunter finde ich außerdem ein ziemliches Geschwurbel.

  17. Liebe Sarah,

    mir stand grad Pipi in den Augen als ich deinen Post gelesen habe. Das erste Mal seit langer, langer Zeit fühl ich mich verstanden. Denn es gibt so viele Menschen, die nur in Schubladen denken und nicht weiter als über den Tellerand gucken. Wir sind alle Menschen und wir sind eine Welt – für mich gibt es da keine Grenzen. Und ich beurteile auch keine Menschen, wenn ich Sie nicht kenne. Und ich finde es so toll, das du das geschrieben hast, ehrlich! Dafür hast du meinen Respekt. Das du sagst, das mehr Geld in Bildung fließen soll und das der Sozialstaat lieber auf – statt abbaut usw., ist genau das was ich denke! Danke, danke – du bist ganz groß und ich freu mich mehr von dir zu lesen! Bleib so!

    Viele liebe Grüße,
    Lisa

  18. Ich finde es bemerkenswert wie Du die Worte gefunden hast, dass auszudrücken, was viele (im stillen) denken. Hut ab! Fürs Teilen auf Deinem Blog, ich finde es auch schwierig politische Themen aufzugreifen, und dabei ist mein Vater Politologe, Soziologe. Du hast einen wunderbaren Weg gefunden, und ich hoffe er regt andere an. – Weiterhin alles Liebe + Erfolg. <3

  19. Caroline Kaiser sagt

    Eine Demonstration gegen Pegida und Co. kann ich noch verstehen, wenn ich mir die Vita und wüsten ausländerfeindlichen Beschimpfungen des jetzt zurückgetretenen Veranstalters anschaue.

    Aber Demos gegen Parteitage, bzw. der Versuch Parteitage zu verhindern ?
    Jede Partei ist ja verpflichtet Parteitage abzuhalten, ob NPD oder die Partei bibeltreuer Christen.
    Gerichte und Polizei werden dies am Ende immer durchsetzen. Am Ende zahlt der Steuerzahler –
    also wir alle – dafür die Rechnung. Eine Auseinandersetzung in Foren oder im Wahlkampf
    erscheint mir da sinnvoller.

    Außerdem frage ich mich, weshalb man mit stalinistischen Parteien wie der DKP oder MLPD für
    „mehr Demokratie“ und „Menschenrechte“ demonstrieren sollte ?

    Warum diese Attacken gegen die AfD ? Mir ist sie zwar auch nicht sympathisch, aber ein gewisser Herr Sarrazin, der bis heute SPD Mitglied ist, hat sich wesentlich übler ausgedrückt.
    Ausgerechnet mit dieser Partei soll ich jetzt „für Integration“ demonstrieren ?

    Dazu kommen „Arbeitsmarktreformen“ wie Hartz I-IV, die viel mehr zur Entsolidarisierung
    und Ausgrenzung beigetragen haben als jede Pegida Demo.
    Bei Demos gegen Sozialabbau ist von der Antifa auch nichts zu sehen. Auch nichts von den
    Gutmenschen, die den Aufruf zur Demo unterzeichnet haben und z.T. für Lohnkürzungen, Vergabe
    an Fremdfirmen und verbale Attacken gegen Arme verantwortlich sind.
    Es sind auch die, die sich vor laufenden Kameras als Gutmenschen präsentieren, dann die Asylanten
    in schäbige Wohneinheiten einquartieren, sie mit kargen Rationen „verköstigen“, die sie durch den
    Besuch der Tafel auffüllen sollen.

    Für mich passt dies alles nicht zusammen. Ich beteilige mich weder an einer „Pro“ noch an einer
    „Contra“ Demo, weil ich mich mit keiner Seite identifizieren kann und will.

    • Sarah Maria

      Ich schlage an dieser Stelle vor, dass die Pegida in Zukunft die „Auseinandersetzung in Foren oder im Wahlkampf“ sucht, das „erscheint mir da sinnvoller“. Andernfalls einigen wir uns doch einfach darauf, dass auch ich demonstrieren kann, gegen wen ich möchte und aus welchem Anlass heraus ich möchte.

      • Ecki sagt

        Es handelt sich in Bremen um einen Mitgliederparteitag einer demokratischen Partei, die Zulauf aus allen Schichten und politischen Richtungen gehabt hat. Im Zentrum des Parteitages steht ein Satzungentwurf den Bernd Lucke favorisiert und mehrere Änderungsentwürfe, die von Mitgliedern vorgeschlagen wurden. Es geht darum, ob mehr Macht in der Spitze – also bei Bernd Lucke – oder bei den Mitgliedern liegen soll.

  20. Zunächst einmal möchte ich dir mein Mitleid für einige der Kommentare hier aussprechen. Du antwortest diplomatisch und intelligent – super.

    Außerdem: Sehr, sehr guter Text! Es haben ja schon einige geschrieben: Es ist sehr schwer, die richtigen Worte zu finden, grade bei so einem emotionalen, komplexen, politischen Thema. Wie ich gestern am eigenen Leib gemerkt habe, ist es sogar gefährlich, auf der Straße seine Meinung zu äußern, ohne bedroht zu werden – nachmittags, auf einer belebten Straße.

    Ich wohne ja in Leipzig und es ist ganz unfassbar, was sich hier abspielt. Ich bin mittlerweile wirklich ratlos. Wenn „friedlicher Spaziergang“ bedeutet, dass Journalisten gejagt und geschlagen werden, dass Hitlergrüße gezeigt und absolut rassistische Parolen skandiert werden, wenn Jürgen Elsässer sprechen darf und die Jungnationalen zur Gewalt gegen Gegendemonstranten aufrufen – ich kann nur kopfschüttelnd davorstehen.
    Sicherlich ist Leipzig radikaler als beispielsweise Dresden. Aber das ist immer noch keine Entschuldigung für die Pegida.

    Ich hoffe, dass in Bremen alles friedlicher ablaufen wird und dass diese abstruse Bewegung einfach irgendwann ein natürliches Ende findet – weil die Menschen endlich zur Vernunft finden.
    Und außerdem wünsche ich euch, dass ganz viele Menschen den Weg zur Gegendemonstration finden werden und für ein buntes, multikulturelles und offenes Bremen demonstrieren <3

    • Sarah Maria

      Danke Lina. <3
      Mit so einer Flut von "seltsamen" Kommentaren habe ich, um ehrlich zu sein, nicht wirklich gerechnet. Ist ja sonst immer eher beschaulich hier im Blog. ;) Bei einigen Kommentaren habe ich auch schon überlegt sie zu löschen. Aber sie illustrieren so "schön" meinen Text: Sie zementieren eigentlich nur den Eindruck, den ich von der Pegida habe. Spielen mir also quasi sogar in die Hand. ;) Deswegen lasse ich sie stehen. ;)

      Über die Demo in Leipzig und insbesondere über die Angriffe auf Journalisten habe ich auch schon einige Tweets und/ oder Artikel gelesen. Ich finde das richtig gruselig! Ich frage mich, wie man nur so dermaßen verlogen sein kann? Das zeigt eigentlich nur, wie schamlos diese Menschen die Anschläge auf Charlie Hebdo für ihre Propaganda instrumentalisiert haben: Auf der einen Seite haben sie propagiert FÜR die Meinungsfreiheit gegen den Islamismus zu sein, gehen aber auf der anderen Seite ebenfalls (wenn auch natürlich nicht in der Härte/ Ich möchte das auf keinen Fall auf eine Stufe stellen) auf Journalisten los: Wenn diese nicht das schreiben, was sie gerne möchten?! Das passt doch vorne und hinten nicht?!!

      Ich drücke euch für Leipzig alle Daumen. Ich finde es großartig, dass die Gegendemonstranten in der Überzahl waren. Das macht echt Mut! <3

      Und ich habe ja grundsätzlich schon irgendwie Vertrauen in Bremen. Hoffe also, dass sie hier keine Möglichkeiten bekommen, sich auszubreiten. Aber, wenn ich so lese, dass sich für den AfD-Bundesparteitag ca. 3000 AfD'ler angekündigt haben, wird mir schon ein wenig mulmig.... :/

      • Ecki sagt

        der typische AfDler ist 55, Nachkriegsgeneration und macht sich Sorgen um unsere Zukunft und ist überdurchschnittlich gut informiert; wir haben aber auch junge Alternative; die AfD ist bunt: wir haben Mitglieder aus SPD,CDU,FDP,Linkspartei,Grüne,Piraten, wir haben schwule und Migranten ins unseren Reihen, aber nicht einen NPDler;

        der typische Antifaschist ist jung, politisch desinteressiert und sucht die Randale; dies mag für junge Menschen attraktiv sein, aber die Themen sind eigentlich zu ernst dafür; kurioserweise machen Antifaschisten gerne gegen Friedensbewegte mobil; der Antifaschist unterstützt damit die Faschisten in der Ukraine; dass Gewerkschafter jetzt für Zuwanderung und eine weitere Senkung des Lohnniveaus auf die Straße gehen, zeigt, dass man nicht gedankenlos irgendwelchen Fahnen hinterlaufen sollte, sondern immer die Sachebene suchen sollte.

        es ist Deine Entscheidung, wo Du Dich wohler fühlst; wir erleben es immer wieder, dass desinfomierte junge Leute zu unseren Veranstaltungen und nach ersten Pöbeleien zu einer sachlichen Diksussion finden; das bedeutet nicht, dass man anschließend die gleiche Meinung hat, aber es bedeutet das das Verständnis für die Position des anderen anschließend gewachsen ist;

        • Sarah Maria

          Also, wenn hier einer pöbelt, dann bist das sicherlich an dieser Stelle du: Alle Menschen, die gegen Faschismus kämpfen als „politisch desinteressiert“ und nach Randale suchend zu diffamieren, ist schon echt dreist. Und Gewerkschaften gehen sicher nicht gegen die Senkung des Lohnniveaus auf die Straße. Ganz im Gegensatz zur AfD, die sich ja klar gegen den Mindestlohn ausgesprochen hat.

          • Ecki sagt

            Wenn sich Gewerkschaften für Zuwanderung aussprechen, dann sorgen Sie für Arbeitskräfteüberhang und damit für ein sinkendes Lohnniveau.
            http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/auslaendische-fachkraefte-gewerkschaften-und-arbeitgeber-werben-fuer-zuwanderung/9362972.html

            Für eure Generation bedeutet das vermehrte Praktika und geringe Einsteigsgehälter. Nicht umsonst ist Deutschland Spitzenreiter bei negativen Nettolohnzuwächsen über einen 10-Jahres-Zeitraum

            Alle politischen Organisationen – Gewerkschaften wie AfD – sind an der Spitze korrumpiert bzw. sind in der Gefahr korrumpiert zu werden. Deshalb ist dieser Parteitag so wichtig, weil einige in der Partei noch mehr Macht an die Spitze verlagern wollen und eine wirtschaftsnahe Politik machen wollen. Andere – und dazu gehöre ich – sind dagegen.

            In der Frage des Mindestlohn bin ich untentschlossen. Die Position der AfD ist differenziert und sie spricht sich für einen regionalen und branchenspezifischen Mindestlohn aus. Das kann alles mögliche heißen.

            Einen Überblick über die Positionen der Parteien findest Du hier
            http://www.die-partei-hamburg.de/w-o-m-gruende.html

            Die Gewichtung der einzelnen Punkte und auch die Meinung zu den Punkten selber ist individuell. Bei mir war die EURO-Schuldenkrise ausschlaggebend mich in der AfD zu engagieren.

            • Sarah Maria

              Dir ist schon klar, dass du da einen Link von „Die Partei“ ausgewählt hast. ;) Genau genommen einen, der so die Themen weiter aufschlüsselt: http://www.die-partei-hamburg.de/w-o-m-gruende.html

              Die Partei hatte gestern auf der Demo gegen den AfD-Parteitag und für mehr Solidarität übrigens mit die schönsten Plakate. ;)

              Und dein Handelsblatt-Link: Beginnt übrigens mit den Sätzen: „In einem seltenen gemeinsamen Aufruf haben Gewerkschaften und Arbeitgeber davor gewarnt, ausländische Fachkräfte durch das Schüren von Ressentiments gegen Zuwanderer abzuschrecken. In einer am Dienstag verbreiteten Erklärung sprachen DGB-Chef Michael Sommer und Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer von „übertriebenen Befürchtungen über massenhafte Zuwanderung in die Sozialsysteme“. Damit werde die Chance verpasst, gut qualifizierten Fachkräften zu signalisieren, dass sie in Deutschland willkommen seien und dringend benötigt würden.“

              FYI

          • Ecki sagt

            Zur Antifa

            Selbst der Frankfurter Rundschau, die stets linke Positionen vertritt und auch PEGIDA kritisch sieht – letzteres tu ich auch, wenn auch vielleicht aus anderen Gründen als die Rundschau – wurde es auf der letzten Demo zuviel, wie man am folgenden Kommentar sehen kann
            http://www.fr-online.de/frankfurt/pegida-in-frankfurt-keine-jagd-auf-menschen,1472798,29682948,view,asFirstTeaser.html

            Ich möchte bezweifeln, dass Du Dich mit den Parolen auf der folgenden Seite identifizieren kannst
            [Moderation: LINKS OHNE IMPRESSUM WERDEN HIER GELÖSCHT]

            • Sarah Maria

              Es wäre, denke ich hilfreich, wenn du dich in einem Beitrag über eine Bremer Demo auch auf die Bremer Demo beziehen würdest. :) Und die war gestern richtig chic. Es gab viel Musik, jede Menge tolle Plakate und je nach Zählung zwischen 5.000 und 10.000 Menschen. ;)

            • Also schloss sie messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Natürlich haben diese Seiten kein Impressum, die Vertreter dieser Seiten kannst du aber immer wieder bei Sitzblockaden und Angriffen auf Polizeistationen und Friedensdemonstranten erleben. Solange Du noch in Kategorien wie links oder rechts denkst (die Welt ist deutlich komplexer: ein deutsches Wörterbuch hat 100.000 Wörter / vor einer Wahl werden etwa 40 Sachfragen diskutiert), solange bist Du noch in einem Trancezustand – unfähig zu einer echten Diskussion auf Sachebene. Du bist Teil der Matrix ohne es zu merken.

          • Ecki sagt

            Zu PEGIDA

            Mittlerweile gibt es ja auch andere Ablegere mit einem eigenen Programm. PEGIDA ist nicht AfD, aber es gibt sicherlich Schnittmengen.

            Bevor man anfängt zu demonstrieren sollte man aber wissen wofür und wogegen.
            Die 19-PEGIDA-Punkte (selten in der Presse erwähnt) sind
            – [Link wurde entfernt]

            Ich stimme auch nicht mit allen Punkten überein, aber mit einigen und vielleicht geht es Dir ähnlich.

            • Sarah Maria

              Bitte hier nur noch Links mit Impressum verbreiten. Alles andere ist mir zu windig – und zudem nicht legal. Deutsche Gesetze und so. Daher habe ich mir erlaubt den Link zu entfernen.

          • Ecki sagt

            Zum Thema Rassissmus

            Vertretung nationaler Interessen ist KEIN Rassissmus, denn es profitieren ja ALLE deutschen Staatsbürger davon. So ist es ja auch kein Rassissmus, wenn die Schweizer sich für weniger deutsche Zuwanderer aussprechen. Ich kenne nicht EINEN AfDler, der in irgendeiner Weise rassistisch wäre.

  21. John Doe sagt

    Dieser Khaled wurde nachweislich NICHT von einem rechten Mob erstochen. Einer seiner Flüchtlingskumpel hat ihn im Streit abgestochen.

  22. hauptstädter sagt

    Ich finde es gut, dass Du Dir grundsätzlich Gedanken über Politik machst. Doch ich hoffe, Du lässt auch andere Gedanken zu. Ich bin in einem Alter, wo ich bereits eine „rote Diktatur“ auf deutschem Boden (DDR) erleben durfte. Daher reagiere ich möglicherweise auch sensibler, z.B. auf Halbwahrheiten und Phrasendrescherei in den Medien, bürgerferne Politiker oder ein Sprachzensur (Naschmarkt statt Weihnachtsmarkt!). Heisst es nicht „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“? Neu ist allerdings für mich, dass früher der DDR-Staat direkt gegen Andersdenkende und gewaltlosen Protest vorging; die Linke im Westen kämpfte da noch „gegen das System und Springers Lügenpresse“. Heute hat der bundesdeutsche Staat seine Handlanger (Antifa & Co.), die für ihn die Drecksarbeit erledigen und so den politischen Gegner im Kampf um den staatlichen Fördertopf klein halten. Tolle „Demokratie“ und ein Hoch auf unsere neuzeitliche „politische Diskussionskultur“, die mancher – ohne Aufschrei der Kirchen, Parteien und Gewerkschaften – im Steine und Flaschen werfen auf der Straße austragen will! Ach ja, wer tatsächlich – fern der medialen Berichterstattung – mal wissen möchte, was die AfD mehrheitlich an Positionen vertritt, der darf ruhig mal auf die offiziellen Seiten des Bundesverbandes schauen. Und allen Sexismus etc.-vorwürfen zum Trotz: http://www.afd-frauen.de (= Homepage der Bundesinteressengruppe „Alternative Frauen- und Familienpolitik in der AfD“) Was ist da sexistisch, frauenfeindlich….? Sorry, damit geht es jetzt inhaltlich in die Tiefe und das scheint in der Öffentlichkeit nicht gefragt zu sein. Schade! Ein Gedanke zum Schluss noch: Wer „Scheiss Deutschland!“ brüllt, dem steht doch – im Gegensatz zur früheren DDR – frei, in die große, weite, bunte Welt auszureisen, oder? Aber darauf scheinen nur die wenigsten dieser Schreihälse Lust zu haben – lieber machen sie unser Land und die, welche dieses Land wertschätzen, kaputt!

    • Sarah Maria

      Ich finde es gut, dass Du Dir grundsätzlich Gedanken über Politik machst.
      > Danke.

      Doch ich hoffe, Du lässt auch andere Gedanken zu.
      > Klar.

      Ich bin in einem Alter, wo ich bereits eine “rote Diktatur” auf deutschem Boden (DDR) erleben durfte. Daher reagiere ich möglicherweise auch sensibler, ….
      > Das kann ich verstehen, würde mir vermutlich auch so gehen.

      z.B. auf Halbwahrheiten und Phrasendrescherei in den Medien, bürgerferne Politiker oder ein Sprachzensur (Naschmarkt statt Weihnachtsmarkt!).
      > Davon höre ich zum ersten Mal. Welche Zeitung oder welcher Politiker hat denn einen Naschmarkt gefordert?

      Heisst es nicht “Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden”?
      > Zitat – Rosa Luxemburg. Tolle Frau! – Und Marxistin. Aber das wissen Sie ja sicherlich.

      Neu ist allerdings für mich, dass früher der DDR-Staat direkt gegen Andersdenkende und gewaltlosen Protest vorging;
      > Doch. Das tat er.

      die Linke im Westen kämpfte da noch “gegen das System und Springers Lügenpresse”.
      > Stimmt.

      Heute hat der bundesdeutsche Staat seine Handlanger (Antifa & Co.), die für ihn die Drecksarbeit erledigen und so den politischen Gegner im Kampf um den staatlichen Fördertopf klein halten.
      > Welche Drecksarbeit? Und wie genau kommen Sie darauf? Und welche staatliche Förderung?

      Tolle “Demokratie” und ein Hoch auf unsere neuzeitliche “politische Diskussionskultur”, die mancher – ohne Aufschrei der Kirchen, Parteien und Gewerkschaften – im Steine und Flaschen werfen auf der Straße austragen will!
      > Deswegen mobilisieren ja auch gerade die Kirchen, viele Parteien und die Gewerkschaften Demonstrationen gegen Randalierer: Gegen Menschen, die Hetzjagden auf Journalisten, Andersdenkende und Migranten veranstalteten.

      Ach ja, wer tatsächlich – fern der medialen Berichterstattung – mal wissen möchte, was die AfD mehrheitlich an Positionen vertritt, der darf ruhig mal auf die offiziellen Seiten des Bundesverbandes schauen.
      > Eine gute Idee. Da war ich auch schon. Und genau deswegen gehe ich ja gegen die Inhalte dieser Partei demonstrieren.

      Und allen Sexismus etc.-vorwürfen zum Trotz: http://www.afd-frauen.de (= Homepage der Bundesinteressengruppe “Alternative Frauen- und Familienpolitik in der AfD”) Was ist da sexistisch, frauenfeindlich….?
      > Ich weiß nicht. Auf den ersten Blick nix. Ich habe aber auch nicht alles gelesen. Und by the way: Irgendwer sollte den Seitenbetreibern mal mitteilen, dass sie kein Impressum haben. Daher ist es schwierig nachzuvollziehen, zu welcher Organisation diese Website denn nun wirklich gehört.

      Sorry, damit geht es jetzt inhaltlich in die Tiefe und das scheint in der Öffentlichkeit nicht gefragt zu sein. Schade!
      > ?

      Ein Gedanke zum Schluss noch: Wer “Scheiss Deutschland!” brüllt, dem steht doch – im Gegensatz zur früheren DDR – frei, in die große, weite, bunte Welt auszureisen, oder?
      > Richtig.

      Aber darauf scheinen nur die wenigsten dieser Schreihälse Lust zu haben – lieber machen sie unser Land und die, welche dieses Land wertschätzen, kaputt!
      > Vielleicht sind einige Leute, mit einigen Zuständen in diesem Land nicht einverstanden und würden sie gerne ändern, anstatt ihr zu Hause verlassen. Ist aber nur so eine Idee.

      • hauptstädter sagt

        Guten Abend,

        bevor ich morgen nach Bremen fahre, antworte ich Dir gerne noch auf Deine eine oder andere interessante Erwiderung:

        Das mit dem Impressum gebe ich gern weiter; da hast Du vollkommen Recht! Der Betreiber der von mir genannten Internetseite ist im Übrigen die Bundesinteressengemeinschaft „Alternative Frauen- und Familienpolitik“ in der AfD, die auf echte Gleichberechtigung statt Gleichmacherei setzt.

        Sicher, Rosa Luxemburg kenne ich; empfehle ihr Buch „Briefe aus dem Gefängnis“.

        Naschmarkt oder Wintermarkt statt Weihnachtsmarkt – so haben das die Bezirkspolitiker im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit ihrer grünen Bürgermeisterin im letzten Jahr beschlossen. Das ist jetzt aber nichts besonderes, sondern fügt sich ein in eine Reihe weiterer neudeutscher Übersetzungen: aus Zigeunersoße wird Feuersoße (achten Sie mal in manchen Supermärkten darauf), der Türke in dem Kinderklassiker „Die kleine Hexe“ wird zum „Messerwerfer“ (ob das jetzt ein guter Ersatz ist?) und aus dem „Negerkönig“ in „Pippi Langstrumpf“ wird ein „Südseekönig“. Man könnte es beliebig fortsetzen…. Da erstaunt es schon, dass wir immer noch vom „Führerschein“ sprechen und „Tom S. und Hukkleberry F.“ , in dem über 200x das Wort Nigger vorkommt, noch nicht umgeschrieben wurde.

        Warum die Kirche in Bremen gegen Randalierer demonstrieren will, erschließt sich mir allerdings nicht. Dann müsste sie sich ja auf die Seite der AfD stellen. Denn von dieser Partei wird keine Gewalt ausgehen. Nun, wie unschwer zu erkennen war, werde ich an diesem Parteitag teilnehmen (denn es ist ja – im Gegensatz zu selbigen etablierter Parteien – ein Mitgliederparteitag, also quasi urdemokratisch, fast kommunistisch :-)!) und hoffen, dass alles friedlich bleibt. Denn gegen Ihre Teilnahme an der Demo ist eben so wenig auszusetzen, wie an meiner Teilnahme am Parteitag – wir nehmen jeder ein demokratisches Recht wahr. Deshalb rufe ich Ihnen zu: Keine Gewalt!!

  23. hauptstädter sagt

    Sorry, anfangs war ich irgendwie ins „Du“ abgerutscht – sollte nicht respektlos sein, war wohl dem (Vor)Namen dieser Seite geschuldet!

  24. Viele Argumente, viele gewagte Thesen, zu viele Meinungen um daraus was Konstruktives zu schustern? So unneinig wie PEGIDA und Anhänger mit der AFD, der CDU, CSU und NPD sind…so unneinig sind sich DIE LINKE, DKP, MLPD und und und. Ansonsten würde es ja Fusionen im linken so wie im rechten Lager geben. Parteien werden gegründet, Parteien wachsen, Parteien werden älter und kommen irgendwann in der Realpolitik an…oder auch nicht. Mit Blick auf Griechenland kann ich nur schmunzeln und stelle mir eine Koalition aus DIE LINKE und AFD vor….höhö.
    Auf die Straße zu gehen ist immer gut. Da kommt mal n bißchen frische Luft ans Oberstübchen.
    Irgendwer hatte es hier schon erwähnt: weder AFD/Pegida noch Gegendemo werde ich unterstützen. Nirgends.

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  26. Kann dir in deinem Artikel voll und ganz zusatimmen. Jedoch denke ich das fast keine Partei im Stande ist einen Sozialstaat zu errichten. Denn es gibt noch eine Ebene über der Politik, die Ebene der Macht wo die ganzen Strippenzieher sitzen und ihre Strippen auch in der Politik ziehen. Die AfD oder Pegida sind Ausdruck eines egoistischen Volkes, das die Schuld auf jemanden schieben will. Und da sie nicht vor ihrer eigenen Tür kehren wollen wird es halt auf die Ausländer geschoben. Die natürlich vollkommen freiwillig aus ihrem Land nach Deutschland gekommen sind, weil Deutschland ja soo reich ist und alle Deutschen sie jetzt durchfüttern müssen.
    Ich frage mich manchmal ernsthaft ob sie so denken. Denn wenn man genauer hinsieht führen alle Strippen irgendwohin, zu einem Land das gerade ihre Währung durch Erpressung vom abfallen hält und gerne Kriege anzettelt – zur ihrem Gunsten versteht sich. Ich habe nichts gegen die Bürger des Landes, sie sind Teil eines Systems so wie wir ein Teil eines Systems sind… Für mich persönlich ist jeder Mensch gleich.
    Aber ich verstehe nun mal keine Machtspielchen…

  27. Friedrich Schlegel sagt

    Ja, wird Zeit, dass wir Deutschen gegen diesen rechten Mist aufstehen. Was bilden die sich eigentlich ein, unsere Freunde, Nachbarn, Mitschüler,innen, Arbeitskollegen,innen, – deutsche Mitbürger,innen ständig anzugehen,-mit Transparenten und blöden Sprüchen vor Moscheen herumzustehen und dann noch zu behaupten, sie seien „das Volk“. Es reicht schon lange mit diesen rechten, dummdreisten Unverschämheiten!

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