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Muffins und Semmelknödel

Muffin GrundRezept

Seit ich am Sonntag ein Bild von meinen selbstgebackenen Muffins getwittert habe, will selbstredend das halbe Internet (sprich: genau genommen zwei Personen) wissen, wie ich eben jene gebacken habe.

Dazu müsst ihr wissen, dass ich zwar so eine Art Rezept habe, dieses aber eher als groben Richtwert verwende. Ich habe es mir irgendwann man irgendwo abgeschrieben. Irgendwohin. Auf eine zufällig gerade daliegende Packung Kaffeefilter. Die Kaffeefilter haben sich dabei als äußerst praktisch erwiesen, weil wir sie konsequent nie verwenden. Bei dem Herrn S. und mir gibt’s immer nur Kaffee aus dem Espressokocher. Die Packung läuft also keine Gefahr irgendwann einmal einfach leer und reif für die Entsorgung zu sein.

Jedenfalls: Seitdem verwende ich dieses Rezept – um es dann jedes Mal doch völlig anders zu machen. Ich nehme eigentlich immer einen Hauch weniger Butter und meist auch weniger Zucker. Dafür aber etwas mehr Backpulver und achte darauf, dass es immer ein großes Ei ist. Mit einem mittelgroßen oder kleinen schmecken die Muffins nach zähem Teigklumpen. Ach ja, eine Prise Salz gehört natürlich auch noch rein und irgendwas, was den Muffins einen Namen geben kann: z.B. Kinderschokolade oder Schokostreusel oder Blaubeeren.

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Und weil das da auf den Kaffeefiltern nicht so ohne Weiteres zu verstehen ist (nicht zuletzt deshalb, weil ich von 12 auf 6 Muffins umgerechnet habe) schreibe ich es nun nochmal für die Ewigkeit konserviert hier hinein ins Internet:

185g Mehl – 1/2 EL Backpulver (oder mehr) – 60g Zucker (oder etwas weniger) – 1 Päckchen Vanillezucker – eine Prise Salz
Diese Zutaten mischen und dann die „flüssigen“ dazurühren:
60g Butter (oder etwas weniger) – 1 großes Ei – 125ml Milch

Jetzt das Ganze etwa 20 Minuten stehen lassen, dann die Schokostreusel, Beeren oder was auch immer hinzugeben. In Muffinförmchen gießen und ca. 20-30 Minuten bei 180-200 °C backen. Wobei ich hinzufügen sollte, dass ich für herkömmliche Öfen leider völlig den Bezug verloren habe. Denn in meiner Wohnung habe ich seit Jahren nur so einen Tischbackofen und der hier in der Wohnung von dem Herrn S. ist aus den späten 70ern. Mit exakten Gradzahlen hält der sich nicht auf. Der geht nur entweder an oder aus. Und da an zu heiß für die Muffins ist, müssen wir die Vorheizzeit mitnutzen, um zum Ziel zu kommen. Ist wie einen Lidstrich ziehen: Es dauert ein bisserl, aber irgendwann hat man den Dreh raus.

So. Und nun ohne Überleitung zu den Semmelknödeln: Die gab’s kürzlich und seitdem warten die Bilder darauf zusammen mit dem Rezept hier im Blog zu parken. Der Herr S. und ich haben nämlich des Öftern Brötchen vom Wochenende übrig. Und für Semmelknödel braucht man ja bekanntlich so richtig alte, am besten 3-4 Tage alte. Am allerbesten eher so gummiartig alte, aber nur hart und alt geht auch.

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Für 2 Personen braucht ihr 4 alte Brötchen und außerdem noch:
2-3 Hände voll Pilze (bei uns Champignons und Kräuterseitlinge)
eine Knoblauchzehe, eine Zwiebel, frische Petersilie
einen Schuss Weißwein, 2 EL Schmand, einen Becher Sahne
2 Eier, ca. 200ml Milch, eventuell etwas Mehl oder Semmelbrösel
Etwas Chili und natürlich Salz, Olivenöl und Butter

Zuerst die Brötchen in Würfel schneiden, dann die Milch auf dem Herd anwärmen (auf keinen Fall kochen, dann schmeckt’s kacke) und drüber gießen, umrühren. Dann etwa 20 Minuten stehen lassen. In der Zeit könnt ihr schonmal die Pilze putzen, schneiden und Petersilie, Knoblauch und Zwiebel hacken. Und einen wirklich großen, möglichst breiten Topf mit Wasser aufsetzen. Nicht vergessen das Wasser zu salzen.

Nun kommen die Eier, eine halbe Handvoll Petersilie, etwas von der gehackten Zwiebel und etwa 1/2 TL Salz zu der Brötchenmasse. Alles mit den Händen ordentlich durchkneten. Dann daraus Knödel formen. Vorher die Hände anfeuchten, sonst kleben sie fest. Wenn die Knödel nicht halten wollen, noch etwas Mehl oder Semmelbrösel bzw. Milch hinzufügen.

Wenn das Wasser kocht, den Herd runterschalten, so dass es leicht simmert. Dann erstmal einen Knödel vorsichtig ins Wasser lassen und schauen, ob er hält. Dann die restlichen dazu geben. Etwa 20 Minuten ziehen lassen. Sie sind fertig, wenn sie oben schwimmen. Vorsichtig mit einem Schöpflöffel rausheben und abtropfen lassen.

Während die Knödel im Topf simmern, eine Pfanne aufsetzen. Etwas Olivenöl und Butter hinein. Die restlichen Zwiebeln und den Knoblauch darin leicht glasig schwitzen. Die Pilze dazu geben. Kurz scharf anbraten und mit einem Schuss Weißwein ablöschen. Salz und etwas Chili dazu geben. Kurz köcheln lassen. Den Schmand unterrühren und die Sahne hinzugeben (Ja, den ganzen Becher!! Semmelknödel ist nix für schwache Nerven). Aufkochen. Abschmecken. Noch etwas Petersilie oben drüber. Fertig.

So. Und weil jedwedes Besteck außer Löffel (zum Essen und zum Kochen) für dieses Gericht sinnlos ist; Ich außerdem unbedingt noch beim heute endenden Löffel-Blogevent von Petra und Zorra mitmachen möchte, reiche ich mein Rezept ein:

Blog-Event XCVII - Lieblingslöffelessen (Einsendeschluss 15. April 2014)

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